09. Oktober 2022




Um nicht weiter Trübsinn zu verbreiten, ein paar heitere Fotos vom ersten September, wo ich mir in der Nachmittagssonne auf dem Balkon selber zum Geburtstag zugeprostet habe. Ausnahmsweise, ich habe selten Lust, schon am Nachmittag etwas Alkoholisches zu trinken, aber da war mir danach und die wärmende Nachmittagssonne so schön. Ich bin an sich kein Trübsal blasender Typ, das ist nicht meine Werkseinstellung. Aber wenn was Doofes passiert, kann ich schon auch empfindlich darauf reagieren und lache nicht alles immer nur weg. Innere Anspannung oder Traurigkeit ist mir dann auch nicht fremd. Aber immer Anlass-bedingt. Grauschwarze Gedanken wegen Nichts und wieder Nichts sind mir fremd. Ich habe viel geweint in meinem Leben, vor allem, als ich jünger war, dafür gab es aber immer handfeste Ursachen wie menschlichen Verlust oder Trennung oder sonstige Enttäuschungen. Gerade vorhin musste ich auf einmal weinen, als ich einen Bericht über das Lieblings-Pony von der Queen gelesen habe, es wurde ein neues Foto von dem lieben Tier veröffentlicht. Emma, so heißt das Pony, sieht da ganz traurig aus. Das griff mir ans Herz. Sonst weine ich nicht mehr so viel. Und jetzt ist ein Tag mit herrlicher Sonne, den will ich nicht traurig verbringen, deswegen auch Fotos von einem anderen Tag, der doch recht schön war. Ich wünsche allen einen schönen, friedlichen Sonntag.

g a g a - 9. Oktober 2022, 11:30
9. Oktober 2022 um 22:38
das sind so tage, wo man auch mal weinen kann, ich wünsche, ich könnte das. neulich kamen mir mal die tränen, das war auf arbeit und unpassend und ich hab sie sofort runtergeschluckt. emma hingegen ist ein guter anlass, ich halte ja das große alles schon für grund genug, gelegentlich zu trauern, und dann wieder zurück in den schönen tag mit sonne, farben und wärme, der berliner herbst ist ja oft sehr glorios. alles zu seiner zeit sozusagen.
Gaga Nielsen
10. Oktober 2022 um 0:52
Tatsächlich musste ich an Deine Emma und Dich denken, als ich von der Queen-Emma das Bild sah…
Ja, vieles ist so traurig in der Welt – wenn ein Irrer eine Atombombe zündet und die Welt in den Abgrund reißt, will ich die Tage davor noch ausgekostet haben, mir nicht von destruktiven Geistesgestörten meine Lebensstunden dominieren lassen. Haben Diktatoren und andere Bekloppte nicht verdient.