21. Februar 2026



Bin heute im Herzen und in Gedanken ganz auf Sylt. Denn: heute Abend werden wieder die traditionellen, großen, archaischen Biikefeuer entzündet und der Winter rituell für beendet erklärt. Über Monate vorher wird Holz, Treibholz, Stroh und die alten Weihnachtsbäume gesammelt und dann entlang der nordfriesischen Küste aufgetürmt. Allein auf Sylt gibt es zehn Fackelzüge zu neun großen Biikefeuern, die von der Bevölkerung in alter Tradtition mit Fackeln entzündet werden. In der Mitte, ganz oben eines jeden Haufens, ist ein Pfahl mit einer angezogenen Stoffpuppe, dem "Pider" (auch "Pidermann" oder "Petermann"). Und wenn der fällt, ist der Winter zu Ende! Wie aufregend. Danach gehen alle Grünkohl mit Pinkel essen. Ich bin leider nur in Gedanken, aber mit Feuer und Flamme dabei. Das Biikebrennen ist jedes Jahr eine große Attraktion auf den friesischen Inseln und auf Sylt sind wahrscheinlich auch alle Lokale ausgebucht. ABER! Es gibt ab ca. 18 Uhr einen livestream und das Sylter Fernsehen hat vorher auch schon alle Biiken besucht, das sind die Haufen, die entzündet werden. Ich wäre wohl am liebsten bei der Biike am Ellenbogen in List, die auf dem Foto. Sie war bei den Dreharbeiten schon fertig und bereit für das große Abschiedsritual. Ich bin dabei.

Archsum, Deichweg, Anzünden Biike: 18.15 Uhr
Hörnum, Campingplatz, Anzünden Biike: 18.15 Uhr
Keitum & Munkmarsch, Bahndamm, Anzünden Biike: 18.20 Uhr
Rantum, Am Sandwall, Anzünden Biike: 18.20 Uhr
Kampen & Wenningstedt., Leuchtturmweg, Anzünden Biike: 18.30 Uhr
Morsum, Morsum Kliff, Anzünden Biike: 18.30 Uhr
Tinnum, Tinnum-Burg, Anzünden Biike: 18.30 Uhr
Westerland, südl. Campingplatz, Anzünden Biike: 18.30 Uhr
List, Am Königshafen, Anzünden Biike: 18.45 Uhr

20. Februar 2026

Meine favorisierte Performance. Ich habe noch nie solche Tapes gesehen. Freude, wenn die Kamera später zuhause beim Herunterladen Bilder überträgt, wie man sie erlebend erhofft hat.

20. Februar 2026

Wochenende. Goodbye Deutschland. Vorher beim Brutzeln wieder den Rauchmelder ausgelöst. Er funktioniert also immer noch. Kam in letzter Zeit häufiger vor, dass ich etwas mit dem gußeisernen Waffeleisen anrösten wollte, mich dann im Wohnzimmer oder Bad verzettelt habe und erst beim Alarm wieder erinnerte, dass ich da ja was auf dem Herd habe. Nach langen, anstrengenden Tagen sehe ich gerne Formate wie Goodbye Deutschland. Aber nicht jedes Reality Format gewinnt mich. Auch nicht alle Auswanderer, ich brauche immer eine gewisse Sympathie für die Mitwirkenden und das Land muss mich auch minimal interessieren. Heute geht es mal wieder um die kesse Maggie in L. A., die bei ihrer achten Schönheits-OP begleitet wird. Ihre Mutter mit osteuropäischem Akzent deutsch sprechend, ist extra angereist. Sie ist achtzig und weint viel, weil ihre Tochter so weit entfernt lebt. Also weint in die Kamera. Ich will das nicht wissen und nicht sehen. Ich hasse weinende, greinende, jammernde Angehörige, die ihren freiheitsliebenden und abenteuerlustigen Kindern und Enkeln mit vorwurfsvollem Blick die Verwirklichung ihrer Träume verschatten. Über Jahre. Da wird mir geradezu körperlich schlecht, ich kriege schlechte Laune. Hat auch mit déjà-vu zu tun, klar. Dabei halten die entfernten Abtrünnigen meist ganz artig Dauerkontakt via Videocalls und Telefon etc. Blödes Thema, ich höre nun auf damit.

19. Februar 2026

Wieder Kreisch-Alarm bei GNTM beim Einzug in die erste Modelvilla. Die Männer gestern haben auch Excitement gezeigt, aber nicht in der Tonlage. Dass gestern der 57-jährige Gerhard ausgeschieden ist, fand ich schade, weil er doch sehr gutaussehend und sympathisch rüberkam, ein bisschen klein zwar, aber dass er beim ersten Walk immer nach unten geschaut hat, brach ihm das Genick. Das hätte er sich doch bestimmt gemerkt, bei einer zweiten Chance.

Ansonsten konnte ich weitgehend nachvollziehen, wer nicht in die nächste Runde kam. Diese Autorin Ildikó von Kürthy ist wohl freiwillig gegangen, obwohl sie weiterkam. Hat ihr gereicht, das Reinschnuppern, sie wollte nicht den großen Zeitraum mehrer Monate Dreharbeiten dafür opfern, der notwendig gewesen wäre.

Mein heutiger Tag hatte zwei Überraschungen, eine amüsante und eine langweilige. Die unterhaltsame war, am Hackeschen in die S9 Richtung Charlottenburg zu steigen. Eine Schulklasse im Abteil, gemischt Mädchen und Jungs, ca. Acht- bis Neunjährige, noch sehr kindlich aussehend.

Ebenfalls zugestiegen, die bekannten Musikanten mit dem Verstärker auf der Handkarre, die mit Blasinstrumenten seit Jahren mehrmals wöchentlich auf der Strecke zwischen Alex und Bahnhof Zoo die immer drei selben Weisen zum Besten gibt. "When the Saints Go Marchin in", "Hello Dolly" und "Oh Champs-Elysées". Durchaus gekonnt, aber in den Morgenstunden so laut mit Blechblasinstrumenten und Gesang beschallt zu werden, ist eher anstrengend. Das empfinde nicht nur ich so.

Aber die Kinder. Vom ersten Takt restlos begeistert, ein erstmaliges, Erlebnis für sie, das war ganz offenkundig. Sie juchzten, fingen durchweg alle an zu tanzen und im Rhythmus mitzuklatschen, strahlten, lachten, freuten sich.

Es war ansteckend. So viel kindliche, unschuldige Lebensfreude. Ich fand einen Platz etwas entfernt von der Darbietung. Auf der anderen Seite eine ältere Dame, ca. Mitte Siebzig. Wir guckten uns verblüfft an, dachten dasselbe. Eine Plauderei ergab sich, beide amüsiert, welche Begeisterung die Musik auslöste, die uns seit Jahren langweilte.

Zwei der Jungs setzten sich mir gegenüber, aber standen gleich wieder auf, um besser mitklatschen und tanzen zu können. Ich musste mich schon wieder mitfreuen, obwohl es auch noch das Lied gab, das mir mit Abstand am meisten auf die Nerven geht, "When The Saints..." Trööt trööt.

Ich fragte die beiden Kids, wo sie herkommen, in Erwartung der Nennung eines Ortes in Baden Württemberg oder Rheinland Pfalz. Antwort: "von der Soundso-Grundschule Niederschönhausen" (oder war es Hohenschönhausen?).

Heimatkunde: Niederschönhausen gehört zu Pankow. Hohenschönhausen ist ein Teil von Lichtenberg. Beides Berliner Verwaltungsbezirke. Ich erzählte den beiden Knirpsen, dass die Dame auf der anderen Seite und ich uns über ihre Begeisterung amüsieren, weil wir die Lieder seit Jahren fast täglich hören und schon nicht mehr hören können. Die Beiden rissen ungläubig die Augen auf: "Echt...??? OH!!!" Wir mussten alle lachen. Die Jungs und wir beiden älteren Semester.

Die Klasse stieg am Hauptbahnhof aus. Meine Nachbarin merkte noch an, dass sie das ja gar nicht kennen können, weil die Musiktruppe nie nach Hohenschönhausen fährt. Oder Niederschönhausen.

Die im Wortsinne lang-weilige Überraschung bestand darin, dass ich gegen Mittag einen Anruf von Herrn S. von Trocknerheld erhielt, in dem er mir andiente, dass die Revisionsklappe überraschend jetzt sofort am Nachmittag eingebaut werden könne, wenn ich das wollte. Wir hatten bereits einen Termin für den 24. Februar vereinbart. Ich war begeistert und zu allem bereit und düste zu meiner Wohnungsbaustelle.

Der Handwerker kam, aber ohne Klappe, er hatte die Maße nicht, die ich aber schon mal am 2. Februar gemailt hatte. Ich: "Aber die Maße sind doch bekannt." Er: "Äh... ich hab nicht in die Gruppe geguckt." Fing an auf seinem Smartphone zu scrollen. Sicher meinte er eine Whatsapp-Gruppe, die seine Trocknerheld-Kollegen bewirtschaften.

Er daraufhin, er müsse jetzt mal nach der passenden Klappe schauen. Dann war er eine halbe Stunde weg, kam wieder und teilte mit, dass er keine passende Klappe habe, erst bestellen müsse. Zeigte mir die zu bestellende Klappe auf seinem Smartphone. 99,- Euro. Lieferbar bis 23./24. Februar. Das könnte ein knappes Höschen werden. Aber ich beharre jetzt erstmal auf dem ursprünglich vereinbarten Einbautermin 24. Februar, 8 - 12 Uhr. Mal sehen, ob das alles so hinhaut.

Mich langweilt die Geschichte auch. Nun vier Wochen, in denen ich immer nur die oberen drei Klamotten der Kleiderstapel im Schlafzimmer anziehe. Also weiter um den leeren Kleiderschrank im Flur kurven.

GNTM läuft noch. Bei einer jüngeren Kandidatin mit langen dunkelbraunen Haaren zeigen sich Tendenzen Richtung Stutenbissigkeit. Sie bildet sich bereits ein, die Gastjurorin Lotti Moss (Halbschwester von Kate und ebenfalls Profimodel), würde sie nur kritisieren, weil sie in ihr Konkurrenz wittert. Soso. Solche kleinen Giftspritzen sind natürlich Salz in der Suppe des Formats.

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Saskia Rutner Das...
20.02.26, 23:59
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NeonWilderness
Die SecRet DINNeR...
19.02.26, 18:51
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Margarete 18. Februar...
19.02.26, 10:51
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Lydia Gebel Im Dunkeln...
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Interessant-mondäne...
18.02.26, 20:43
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Margarete 18. Februar...
18.02.26, 18:17
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Margarete 17. Februar...
17.02.26, 12:05
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Nora Sturm Was geht...
16.02.26, 17:35
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Schöne Assoziation...!
16.02.26, 00:11
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Margarete 15. Februar...
16.02.26, 00:02
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Guter Plan :-)
14.02.26, 00:46
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Margarete 12. Februar...
12.02.26, 21:50
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noch1glaswein 12....
12.02.26, 21:34
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Margarete 11. Februar...
12.02.26, 17:07

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