19. Januar 2026



Ein ganz neuer Zettel! Heute am äußeren Türrahmen meiner Wohnungstür klebend. Andere Nachbarn, anderes Problem. Wurde dem Inhalt zufolge schon gestern angebracht, da es heute noch nicht Mittag war, als ich ihn sah. Kann mich erinnern, dass es gestern tagsüber zweimal ganz kurz geklingelt hat, aber ohne Hartnäckigkeit. Manche klingeln ja unten an der Eingangstür stehend überall, wenn sie zu den Briefkästen wollen, um ihr Flugblättchen, ihren Reklamezettel einzuwerfen. Da bin ich nicht kooperativ. Außerdem pflege ich zuhause eine Form von Autismus. Das war vorgestern und gestern schon Herausforderung genug für meinen Sympathikus, mich kooperierend, was bedeutet kommunizierend, mit den Folgen des kaputten Heizungsrohrs zu befassen.

Da mir der zweite Zettel nicht bekannt war, habe ich gestern und heute durchaus den Küchenabfluss benutzt. Aber nichts Ekliges runtergespült, hauptsächlich klares Wasser laufen lassen. Frage mich, ob die Familie X, die den Zettel geschrieben hat, bei jeder Verstopfung vom Küchenabfluss die Hausverwaltung anruft oder davor andere Maßnahmen ausgelotet hat, die erfolglos blieben. Ich kenne erstaunlich wenige Haushalte, eigentlich gar keinen außer meinem, der eine eigene Abfluss-Reinigungsspirale hat. Ohne die hätte ich auch schon öfter jemanden rufen müssen.

Nur ein einziges Mal habe ich einen Fachmann zur Rohrreinigung beansprucht, das war, bevor ich die Spirale hatte. Damals gab es auch wirklich etwas zu fräsen. Das Küchenabflussrohr hatte eine dicke, betonharte Kruste, zu der u. a. auch ich fleißig beigetragen hatte, indem ich bis dahin den unsinnigen "Frag Mutti"-Rat befolgt hatte, den Kaffeesatz meiner French Press in den Ausguss zu spülen, von wegen "reinigt das Rohr". Laut Fachmann ein super Rezept, wenn man eine schöne Kruste züchten möchte.

In Sachen Heizungsrohr-Reparatur gibt es noch nichts Neues, außer dass die Firma Hei-Sa-Tec nun nach zwei Monteuren sucht, die die Reparatur ausführen, haben noch keine gefunden. Wird wohl ein Tages-Einsatz, also ein gesamter Arbeitstag dafür anberaumt. Wenn es morgen oder übermorgen dann so weit ist, gebe ich denen meinen Schlüssel und dann können sie wirtschaften. Muss ich nicht daneben stehen, wie ein Wachhund. Die können ja auch entspannter arbeiten, wenn nicht dauernd jemand um sie rumschwirrt. Dauert wohl nun doch länger als nur drei Stunden. Jedenfalls habe ich dann heute einen entspannten Abend, weil ja nun alles bereit ist für die Aktion. Habe überlegt, ob ich die Sitzbank dahin stelle, wo der Schrank war und den Schrank gegenüber. Eher nicht. Der Schrank passt so schön in diese Ecke.

P.S. habe soeben den Reparaturtermin für die Heizungsrohre bekommen, Mittwoch, 21. Januar 2026 zwischen 7.00 Uhr und 7.30 kommen die Monteure und arbeiten dann bis ca. 16 Uhr an der Heizungstechnik.

18. Januar 2026









Frau Nielsen wichtig. Ich leide soeben wieder unter Verschieberitis. Es steht an, alles, was auf dem Schrank ist, runterzuräumen, die Klamotten und Schachteln im Schrank rauszuräumen und dann das Möbel auf die gegenüberliegende Seite an die Sitzbank zu ziehen, so dass der Installateur, der morgen oder übermorgen ans Werk gehen will, an den Schacht mit den Heizungsrohren kommt. Den habe ich nämlich ganz clever hinter dem Schrank versteckt. Die Rückwand aber weggelassen, damit die Monteure zwecks Wartung rankommen. Der Sicherungskasten ist auch da. Bislang war es in den 27 Jahren, die ich hier wohne, nie nötig, näher ranzukommen und weiträumiger zu rangieren. Aber nun wohl doch. Meine Nachbarin unter mir, die mir gestern diese Botschaft an die Tür geklebt hat, beobachtete vorgestern erstmalig eine feuchte Stelle an einer Fußleiste neben dem Kabuff, das sie auf dem Zettel Putzkammer nennt. Es befindet sich an der gleichen Stelle wie mein Kleiderschrank und das Heizungszähler-Gedöns, daher war naheliegend, dass es von mir kommt. Und wie Recht sie hatte. Ich klingelte bei ihr gestern am späten Nachmittag, nachdem ich den Zettel gesehen hatte, ich war gerade aus meiner Werkstatt heimgekommen. Die sehr angenehme Dame (besonnenes Naturell) zeigte mir die Stelle, wir plauderten, ich registrierte die gelungene Einrichtung der Wohnung, recht elegant. Künstlerische, gut gerahmte Schwarzweiß-Fotografien an den Wänden. An der Stelle, wo ich einen Balkon nach hinten raus habe, hat sie eine Essecke, gefiel mir. Sie hatte schon den Notfalldienst der Heizungsfirma angerufen, und rief nochmal an. Ich sprach mit dem Mann, er begab sich auf den Weg zwecks Ortsbesichtigung. Als er kam, hatte ich die eine Seite vom Schrank schon so geleert, dass er gut an den Schacht kam. Da fotografierte er mit seinem Smartphone rein. Das scharfe Foto zeigte auch für einen Laien erkennbar den Schaden. Zwei parallel laufende Kupfer-Heizungsrohre waren zu sehen, das eine intakt und sauber, das rechte total verkrustet, wie eine Tropfsteinhöhle. Das war der Übeltäter, da tropfte Heizungswasser raus und nach unten. Hätte ich niemals gesehen, weil ich nicht um die Ecke gucken kann. Nun muss ich also den Weg bereiten, damit das gesamte Rohr ausgewechselt werden kann. Genauen Termin hab ich noch nicht, aber könnte schon morgen sein. Erfahre ich morgen ab zehn. Ich versuche es konstruktiv zu sehen. Eine Gelegenheit, dahinter und auf dem Schrank mal sauber zu machen und vielleicht finde ich ja den schönen Kugelschreiber, der mir im Flur abhanden gekommen ist. Ein besonders schönes Modell, schwarz mit silbernen Intarsien.















18. Januar 2026



SONY VAIO I. , erster Streich. Weißblech-Inlays Notebook Sony Vaio PCG-GRT 896HP, zwölf Spiegelscherben von Julia, Klebstoff, Acryl, Flambierbrenner, 20 x 100 cm, Staatl. Museen v. Gaganien.

























17. Januar 2026

"Wo gibt es rosa und hellblaue Zug-Waggons?" gegoogelt. Nirgendwo, soweit dem Internet bekannt. Aber in meiner nächtlichen Träumerei. Ich stand allein an einem Bahnsteig, es war sehr früh am Morgen. Ich hatte es geschafft, so zeitig da zu sein, um einen Zug zu bekommen, der irgendwohin in Italien fuhr. Ich wartete und wartete, niemand sonst interessierte diese Zugverbindung. Dann kam ein Zug mit puderrosa und hellblauen Waggons. Die Abteile hatten gar keine Fenster, nur mondrianartig unregelmäßig verteilte, quadratische Löcher, wie Schießscharten, er wirkte ganz modern der Zug, fast kubistisch. Die flächigen Fronten waren aus rosa und hellblau lackiertem Wellblech. Der Zug verlangsamte beim Durchfahren das Tempo, aber hielt nicht an. Ich war irritiert. Kurz nachdem er weg war, kamen Menschen auf den Bahnsteig, geradezu ein Strom und ein zweiter Zug kam, ein ganz normal aussehender, so wie früher, in den Siebziger Jahren Züge aussahen, und hielt an. Ich war erleichtert, dass sich die Irritiation geklärt hatte. Die Leute stiegen ein, ich wachte auf. Während ich das schreibe, läuft ein Film, den ich gestern Abend begonnen hatte anzuschauen und wegen Schläfrigkeit anhielt. Eine Verfilmung von 1976 von Ingeborg Bachmanns Erzählung "Drei Wege zum See".



Hier ist der Film verlinkt. Gleich fahre ich ins Atelier, Kaffee getrunken, Wimpern getuscht. Es ist gerade hell geworden. Die interessante Hauptdarstellerin in "Drei Wege zum See", die österreichische Schauspielerin Ursula Schult, war mir überhaupt nicht bekannt. Ich versuchte herauszufinden, was sie sonst gemacht hat, es gibt ein paar Verweise zu wenigen Filmen, auch ihr Geburtsdatum 1922, aber kein Todesdatum. Es ist ja unwahrscheinlich, dass sie noch lebt. Das ist ein Hinweis, dass die Erinnerung an sie in ihren letzten Lebensjahrzehnten, seit das Internet gefüttert wird, versunken ist. Im Film spielt sie eine aus Klagenfurt stammende Fotografin Anfang Fünfzig, die in Paris lebt und ihren verwitweten Vater im Elternhaus am Wörthersee besucht. Eine Erzählstimme liest manchmal Passagen aus dem Buch. Ganz interessant, auch anrührend teilweise, die Empfindungen der Tochter, wenn sie aus ihrer mondänen Welt zurück in das einfache Elternhaus kommt, und auch die des Vaters, der sich über den Besuch der Tochter so freut und sie nach Kräften umsorgt, damit sie es recht schön hat. Der Schauspieler ist mir ein bisschen zu wenig angejahrt, jener Darsteller des Vaters, Guido Wieland, war nur sechzehn Jahre älter als die Schauspielerin Ursula Schult. Aber gut gespielt. In Nebenrollen hochkarätige Namen wie Bernhard Wicki, Walter Schmidinger und Udo Vioff.

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Lydia Gebel ich will...
22.01.26, 20:13
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Lydia Gebel Ach, wir...
22.01.26, 19:44
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Alle zehn Jahre mal...
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kid37
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18.01.26, 18:02
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