KLEINES GLÜCK. Kugelschreiber auf Brotkörbchendeckchen, 12. Oktober 2000, 29 cm x 37 cm, Staatliche Museen von Gaganien. Aus meiner Serie "Ausrangierte Tisch- und Bettwäsche". Das war eines dieser kleinen Fransendeckchen aus Leinen, die man in Brotkörbchen legt. Wo die Schildkröte ist, waren hartnäckige Flecken von irgendeinem Salatöl. Wie die da auch immer hin gekommen sind. Mein ultimativer Haushaltstipp gegen Flecken auf Tisch- und Bettwäsche: kleine Tiere drauf malen. Hilft immer!
g a g a - 10. Februar 2023, 16:36
Burt Bacharach - In memoriam.
12. Mai 1928 - 8. Februar 2023
Close To You
Do You Know The Way To San Jose?
Magic Moments
Raindrops Keep Fallin' On My Head
I Say A Little Prayer
What's New Pussycat?
Tower Of Strength
I Just Don't Know What To Do With Myself
I'll Never Fall In Love Again
Anyone Who Had A Heart
A House Is Not A Home
You'll Never Get To Heaven If You Break My Heart
The Look Of Love
Walk On By
Don't Go Breaking My Heart
Always Something There To Remind Me
What The World Needs Now Is Love
Reach Out For Me
Wives And Lovers
Make It Easy On Yourself
Don't Make Me Over
Trains And Boats And Planes
Wishin' And Hopin'
This Guy's In Love With You
So viele Gefühle und Erinnerungen in dieser Musik. Eine meiner ältesten Erinnerungen in Verbindung mit Musik ist für mich, dass
Raindrops Keep Fallin On My Head eines meiner Lieblingslieder aus dem Radio war. 1969, ich zwischen Drei und Vier. Ich konnte es nicht oft genug hören und noch heute liebe ich es. Und
Walk On By. Und
What The World Needs Now. Und
The Look of Love. Und
This Guy's In Love With You. Und
Say A Little Prayer. So ein bezauberndes musikalisches Lebenswerk. THANK YOU FOR THE MUSIC, Burt Bacharach.
g a g a - 9. Februar 2023, 23:00
Führt jemand von Euch ein ganz privates Tagebuch, das niemand sonst je sieht und liest, außer Euch selbst? Handschriftlich in einem schönen oder auch profanen Notizbuch oder Taschenkalender oder als fortlaufende Datei? Einträge, in denen schmerzhafte oder erfreuliche Begebenheiten festgehalten und erörtert werden, mit Gefühlen und Daten und Namen? Besondere Begegnungen, Liebesleid und Liebesfreud, so privat, dass es niemand sonst zu Lebzeiten lesen soll, darf?
Ich habe mich vor zwanzig Jahren konsequent davon gelöst, als ich zu öffentlichen Einträgen, die auch immer persönlicher und ausführlicher wurden, überging, woraus sich mein Blog entwickelte. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt, obgleich ich bis zu diesem Wendepunkt sehr regelmäßig hochemotionale Dinge handschriftlich auf Papier festhielt, die auch heute noch für mich erkennen lassen, wer oder was gemeint war. Namen konnten im Schutz des Privaten vermerkt werden, ohne Aufruhr auszulösen.
Eher selten dachte ich später, als ich im Internet nur noch mit sehr bedachter, großer Diskretion schrieb, und eher Andeutungen machte, dass ich gerne viel deutlicher erzählen würde. Merkwürdig, diese Zäsur.
Heute, rückblickend, bin ich geradezu mitgenommen und oft auch schockiert, durch welche tiefen Abgründe ich emotional gegangen bin, und mit welcher Deutlichkeit ich Vieles von meinem elften bis zu meinem 37. Lebensjahr dokumentierte. Sehr detailliert, noch beim Lesen später bis heute schmerzhaft. Das Wiederaufleben eines abgeschlossenen Empfindens durch die schiere Lektüre. Schönes auch, aber so viel Schmerz.
Davon musste ich mich wohl auch erholen. Mir wurde klar, dass ich das Schmerzhafte durch die Niederschrift gar nicht loswerde, sondern verewige. Ja, das war der Grund.
Wenn ich – allerdings selten – davon höre, dass jemand wie ich ein persönliches Blog schreibt und zusätzlich ein privates Tagebuch, fühle ich mich als Leserin irgendwie betrogen. Als ob noch größere Schätze vorhanden sind, die mir vorenthalten bleiben. Ich weiß, das ist unsinnig, denn ich verschließe ja auch Einiges tief in mir. Manches ist engen Freunden teilweise oder auch weiter gehend bekannt, manches mache ich nur mit mir aus. Es gibt ja keine Berichterstattungspflicht zum Privatleben.
Aber es ist immer wieder auch eine Gratwanderung für mich, weil viel und leidenschaftlich und kontinuierlich schreibende Menschen auch um das Potenzial als interessante und inspirierende Lektüre für andere wissen, das eben vor allem intime Bekenntnisse haben. Wenn ich in mich hineinhöre, spüre ich, dass sich weiterhin kein Drang abzeichnet, sehr viel mehr zu offenbaren. Ich versuche die Grenze aber auch nicht zu hart zu setzen. Mitgefühl wäre immer zu erwarten, das ist nicht die Befürchtung, eher Verletzung, Preisgabe von Beteiligten durch unerwünschte Offenbarungen. Was nur meine Abgründe angeht, darf ich frei entscheiden, zu offenbaren.
g a g a - 9. Februar 2023, 16:25
Talentierte, ambitionierte TraumdeuterInnen bitte lesen.
Mir träumte letzte Nacht, ich kaufte einen Blumentopf, eventuell auch ein Töpfchen Küchenkräuter, im Supermarkt, stellte es in meinem alten Kinderzimmer unterm Dach ans Fenster, und stellte fest, dass ein süßer kleiner Gecko rauskrabbelte. Ich war ganz aus dem Häuschen, weil das Tier so süß und liebenswert war - und gratis! Knallgrün und zum Verlieben. Es war wie ein Glücks-Omen.
Ich beobachtete das süße Tier und schwelgte. Auf einmal kamen noch andere kleine Echslein dazu, es wurden immer mehr. Faszinierend! Ich fand es immer noch toll. Ich nahm wahr, dass die kleinen Geckos wuchsen, ich konnte zusehen. Der erste, den ich entdeckt hatte, wagte nun einen Sprung vom Fensterbrett auf einen Ast von der Pflanze. So geschickt, so süß, ich war ganz stolz auf ihn. Wie hübsch er auf dem länglichen Blatt landete. Eine Wonne!
Ich drehte mich um, Richtung Bett, auf einmal sah ich, dass aus allen Ecken immer größer werdende Echsen kamen, alle quietschgrün und auch ein bißchen unheimlich. Sie konnten zubeißen, das konnte ich sehen. Sie wurden immer größer und ich hatte plötzlich Panik, wo das enden sollte und wie ich die Tiere halten könnte und durchbringen und es wurden immer mehr und mehr, oh je oh je.
Ich hatte Angst und fand das alles gar nicht mehr süß. Ich überlegte schnell, ob es in Ordnung wäre, bei einem Tierheim oder so anzurufen, ob man die Echsen da abgeben könnte. Ich dachte noch, wie erkläre ich das denn, dass ich so viele grüne Echsen habe, die ich auf einmal loswerden will. Ich war ganz durcheinander und bin dann zum Glück aufgewacht!
g a g a - 8. Februar 2023, 20:08