g a g a - 2. Dezember 2022, 20:20
Genug vom Thema Krankheiten und Medikamente. Wenden wir uns anderen Themen zu: Christiane Hörbiger und Christine McVie sind vorgestern gestorben. Sie haben die Erde verlassen, aber ihr Geist und Talent bleibt schön hier unten bei uns gesichert. Die Hörbiger! Vor den Guldenburgs habe ich sie niemals wahrgenommen, ihre Filmerei war ja auch aus einer anderen Generation. Aus deutschsprachigen Fünfziger Jahre-Produktionen sind mir nur weibliche Hauptrollenstars wie Lilo Pulver und Ruth Leuwerik hängengeblieben. Wobei die Hörbiger ja die Romy-Generation war, sogar derselbe Jahrgang. Und wie ich gerade sehe, gar nur mit zwanzig Tagen Abstand im Herbst 1938 geboren. Einen angekündigten TV-Film mit Frau Hörbiger habe ich mir immer gerne vorgemerkt, da ein Christiane Hörbiger-Film für Qualität bürgte. Hier würde keine mittelmäßige Besetzung zu ertragen sein, subtiles Spiel mit Hintersinn erwartete einen. Elegant dazu. Ich sehe gerne elegante Menschen. Dass ein solches Gesamtpaket an Darstellungskunst eine hohe Intelligenz voraussetzt, versteht sich von selbst. Schlimm finde ich, dass sie mit ihrer letzten Liebe so ein Unglück ertragen musste, der "Tötschinger" (so hat sie ihn selbst in Interviews genannt) ist sechs Tage vor der geplanten Hochzeit (nach dreißig Jahren Liebesbeziehung ohne Trauschein) plötzlich an einer Lungenembolie verstorben. Und sie soll auch ein Lungenleiden gehabt haben. Aber das hab ich nur beim österreichischen Kurier aufgeschnappt. Und ich wollte ja das Thema Krankheiten umschiffen. Jedenfalls: schade um die Hörbiger, danke für die schönen Fernsehstunden!
Und Christine McVie hat auch ihre Verdienste als Songschreiberin und Pianistin und Sängerin von Fleetwood Mac. Einmal sah ich sie in echt, in der Waldbühne bei Regen. Lauter aufgespannte Schirme im Publikum, aber ich ganz vorne, das war damals ja so leicht, keine Einteilung in Ränge, jedes Ticket hatte denselben Preis, wer zuerst kam, hatte den besten Platz. Den beiden zu Ehren habe ich ein zartes Lied ausgesucht, das der Hörbiger bestimmt auch gefallen hat, Songbird. Christine McVie hat es für das legendäre Rumours-Album geschrieben, gesungen und gespielt. Auch einige Zeilen daraus passen für die beiden sehr schön. Ein letzter Gruß.
For you, there'll be no more crying
For you, the sun will be shining
And the songbirds are singing,
Like they know the score
g a g a - 2. Dezember 2022, 18:33
Als der Doc meinte, ich MÜSSE NUN UNBEDINGT starke Antibiotika nehmen, war ich einfach nur froh, dass er meine instinktive Selbstverordnung bestätigt hat. Unbedingt wollte ich Antibiotika, hier würde nichts anderes mehr helfen, so mein siebter Sinn. Wir waren uns so einig. Dass meine irrtümlich als "Reizhusten" verschubladete krampfige Husterei aus seiner Sicht nichts Geringeres als eine Lungenentzündung im Anfangsstadium ist, war dann doch auf eine Art überraschend und interessant. Später las ich, dass es bei Lungenentzündung in den Lungenbläschen zu Flüssigkeitsansammlungen kommt und dadurch entstehenden eindeutigen, obskuren Geräuschen aus dem Brustkorb. Ich hatte mich die letzten zwei Tage gewundert, wieso ich immer mal wieder so eine Wahrnehmung eines ganz leisen inneren Blubberns aus meinem Oberkörper hatte. Als ob etwas Flüssiges arbeitet. Vielleicht ist das die Erklärung.
g a g a - 2. Dezember 2022, 18:09
AMOXICLAV
Lieblingsstelle im Waschzettel: „Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.“ Genau das hat mich tatsächlich kurz beschäftigt.
g a g a - 2. Dezember 2022, 17:22
Morgen Mittag zum Mediziner. Der mir unbekannte Herr praktiziert in der Konstanzer Straße. Hoffentlich überstehe ich die S-Bahn- und U-Bahnfahrt weitgehend ohne peinliche Hustenkrämpfe. Meine bisherige Humanmedizinerin am Rosenthaler Platz hat Ende letzten Jahres die Praxis verlassen, um in der Münzstraße eine eigene Praxis zu übernehmen. Ihre Nachfolgerin am Rosenthaler Platz kann morgen keine Patienten empfangen, weil selber krank. Auf der Website der neuen Praxis meiner Ex-Hausärztin stehen lauter Vorwarnungen, dass Behandlung von Atemwegsinfekten nur nach vorangegangener Absprache erfolgen können. Bei doctolib ist auch erst um Weihnachten bei ihr was frei und morgen nur von 8 - 13 auf. Habe mir daraufhin alle Allgemeinmediziner anzeigen lassen, die morgen einen Termin frei haben. Waren nur eine Handvoll, der zu dem ich morgen gehe, war der Einzige, wo die Reservierung geklappt hat. Bei den anderen hieß es "für diese Art von Behandlung ist keine Terminbuchung möglich". Ich hatte diverse Behandlungsarten ausprobiert, war immer die falsche.
Karl Lagerfeld und ich haben ja nicht nur das Sternzeichen (Jungfrau) gemeinsam. Er konnte Gerede und Gejammer über Krankheiten auch auf den Tod nicht ausstehen. So hat man erst post mortem erfahren, dass es ihm die letzten Monate nicht so ganz super ging. Dahinter steckt ein überdimensionales Bewusstsein für den Sachverhalt, dass man damit das Übel hofiert, ja ich möchte sagen, auf einen Thron setzt. Das ist jetzt nicht von Karl, sondern von mir, aber er stimmt mir da sicher zu. Krankheiten gehören behandelt, aber nicht wortreich beschworen und debattiert. Es sei denn, man bewegt sich in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe oder fachmedizinischen Forum. Daher schreibe ich auch nicht, welches von der Apothekerin empfohlene Mittel gegen Reizhusten bei mir keinerlei Wirkung zeigt. Bei anderen mag es wirken. Man steckt nicht drin. Mein siebter Sinn sagt mir, ich bin reif für Antibiotika, bevor ich da wieder was verschleppe, wie schon einmal vor fünfzehn Jahren geschehen.
g a g a - 1. Dezember 2022, 18:55
Mich hat außer Viktor Liebermann (Name von der Redaktion geändert) noch wer entfreundet, komme aber nicht drauf, wer. Kann dann nicht so nahestehend gewesen sein. Es gibt irgendein add on, das einen Abgleich mit Freundesliste vorher/nachher machen kann. Aber so wichtig ist es dann auch wieder nicht. Ich gehe mal davon aus, dass sich der oder die Betreffende kaum hier als Kommentar melden wird: "Na, ich war's...!" Aber neugierig ist man doch. Also es muss mehr so lockerer Bekanntenkreis gewesen sein. Sehr locker. Da wird dann auch mal so locker vom Hocker entfreundet. Hab ich auch schon gemacht. Jemanden, den ich als nahestehend empfand, habe ich nur ein einziges mal auf fb entfreundet, ist auch schon ungefähr fünf Jahre her.
Ganz, ganz früher, so vor zwölf Jahren, habe ich mal mit Vorwarnung engste Freunde entfreundet, um sie ein paar Minuten später erneut als Freund anzufragen, weil ich damit die Reihenfolge der angezeigten Freunde manipulieren wollte. Das war eine Weile so konfiguriert, dass immer die neun zuletzt angefreundeten Freunde unter den Fotos in der Freundesrubrik auf der Startseite (nur für mich) angezeigt wurden. Da wollte ich aber zu meiner Erbauung ganz bestimmte Gesichter sehen, die noch dazu hübsche Profilfotos hatten. Seither hat facebook zigmal die Programmierung verändert, eine Weile war es auch so, dass man gezielt Freundesfotos auswählen konnte und auch die Reihenfolge bestimmen. Mittlerweile ist es wieder irgendwie anders, aber mir inzwischen schnuppe.
P.S. Das Deaktivieren des FB-Accounts führt übrigens nicht zum Verschwinden von der Freundesliste. Da hab ich nämlich auch Kandidaten, die tauchen dann weiterhin mit einem standardisierten grafischen Platzhalter-Profilbild auf.
g a g a - 30. November 2022, 15:34
Im Akutfall plädiere ich für
Experimente mit Medikamente
Reimt sich besser (ohne n). In meiner Hausapotheke: Aspirin, Pflaster, Verbandszeug, eine alte, brennende Salbe von einer Freundin gegen irgendwas im Rücken. Kann ich wegschmeißen, war ein Kurzexperiment, toi toi toi, Rücken ok. Mehr Gesundheits-Content: Haare - ok, Augen - ok, abgesehen von dieser komischen Veränderung, dass ich eine Lesebrille brauche. Nase - könnte schlimmer sein, läuft nicht, trotz spürbarem Flüssigkeitscontent. Finger - ok, Füße - ok, Ohren - ok, Zähne - ok, Ellenbogen - ok, Knie - ok, Waden - ok, Hüften - ok, Bauchnabel - ok, Brustkorb - ok, Schultern - ok, Beine - ok, Handgelenke - ok, Magen - ok, Verdauung - ok. Untenrum - ok. Der Rachenraum erfordert etwas Aufmerksamkeit, wegen Husten, aber besser als gestern. Heißer Kaffee ist auch ein sehr gutes Medikament.
Zum Arzt gehe ich nur im äußersten Notfall, obwohl ich keine Gegnerin der Schulmedizin bin. Ich sitze so ungern unter kranken Leuten im Wartezimmer. Das von meiner Hausärztin am Rosenthaler Platz ist auch nicht so wohnlich, dass ich mich da stundenlang aufhalten möchte. Morgen möchte ich wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Termine, Termine. Nix Privates. Ich delegiere ungern Sachen an Leute, die selbst schon genug zu tun haben. Wenn ich mich noch besser als heute fühle, ist es machbar. Da wünsche ich mir doch selbst: toi toi toi. Ich muss unbedingt was einkaufen, später irgendwann, wenn mich der Hunger übermannt. Ist aber nicht so weit, in der Gr. Hamburger Straße.
Lebensmittel-Content Stand 13:58 Uhr: 4 Päckchen Kaffeepulver, 1 Teebeutel (Darjeeling), 1 Flasche Saint-Émilion, 2 Flaschen Crémant, 1 Becher Schlagsahne, eine kleine Ecke Butter, 2 Maiswaffeln, ein Rest Mayonnaise, ein Löffelchen Bautzner Senf, ein Stückchen Ingwer, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Kümmel, 1 Dose Cashewkerne, 3 Äpfel, zwei Orangen.
Oh! Eine Dose Cashewkerne hat 872 Kalorien. Da ich mich kaum bewege, könnte ich damit den Tag überstehen. Eine Flasche Rotwein ca. 570. Damit wäre doch schon der Grundbedarf gedeckt. Leider immer noch keine Lust auf Alkohol. Das ist eigentlich das sicherste Zeichen, dass ich wiederhergestellt bin: Lust auf Alkohol und an hohen kirchlichen Feiertagen sogar Rauchen.
Ich mache mich jetzt erstmal zurecht, wenn ich mir rosige Bäckchen angemalt habe, kommt eventuell der Antrieb aus dem Haus zu gehen zurück.
g a g a - 30. November 2022, 14:24
Ich bin kein Fan von Kranken-Content.
g a g a - 30. November 2022, 13:17