20. Mai 2020



Auch grandios - Theater an der Wien 1975, „Das Lächeln einer Sommernacht“, Probebühne, Auftritt Zarah Leander (seinerzeit 68), Frau Koller erinnert sich:

»Wir standen bereits mitten in den Proben, da hieß es: „Heute kommt Zarah!“ Wir waren alle sehr gespannt. Ich hatte sie als Kind im Kino gesehen und wusste, was für ein Idol sie in den dreißiger und vierziger Jahren gewesen ist.

Sie betrat den Probenraum mit großer dunkler Brille, ihr Mann, der Pianist und Dirigent Arne Hülphers, immer an ihrer Seite. Zuerst einmal ließ sie ihren Mantel, einen kostbaren Zobel, von den Schultern zu Boden gleiten. Ein Pelz, wie ich ihn nie wieder gesehen habe: bodenlang, sehr weich, grau mit Silberspitzen, das Teuerste.

Sie hat ihn auch später nie normal abgelegt, sondern immer mit lässigem Schwung fallen lassen. Alle haben sich darum gerissen, ihn aufzuheben, um ihn zu befühlen.«


Dagmar Koller, Jetzt fängts erst richtig an, S. 159

19. Mai 2020



Ganz besondere Postkartenereignisse im Jahr 2020 erfordern besondere Postkartenempfangs-Dokumentationsmaßnahmen.



Ich muss gestehen, ich betrachte es mittlerweile als sportliche Herausforderung, dem Postkartenmotiv gerecht zu werden. Mein großer Kleiderschrank ist da sehr hilfreich. Ich lade hiermit alle meine Leser/innen aufs Herzlichste ein, mir eine herausfordernde Postkarte zu schicken. Ich werde etwas daraus machen. Ich gebe alles. Versprochen. Großes I̶n̶̶d̶̶i̶̶a̶̶n̶̶e̶rWüstentochter-Ehrenwort! Mein Dank für dieses inspirierende Postkartenmotiv geht abermals in den tiefen Süden, an eine andere Wüstentochter, die meinen geheimen zweiten Vornamen teilt. Und der Text ist auch schön.

19. Mai 2020

Ich kann auch UFOs!



Gaga Nielsen, UFO Take Off, 50x50, ArmaniKarton, Leinw., 2019

18. Mai 2020

Michel Piccoli zum Gedenken. Auch ihn traf ich oft, aber nur in seinen Filmen, besonders Les choses de la vie ließ ich viele Male laufen. Der ganze Film ist ewig. Oder die Szene, wo er als Polizist Romy in der Badewanne fotografiert. Über meiner eigenen Badewanne hängen Bilder aus dieser Szene (u.a). Er war ein wunderbares Gespann mit ihr, sie waren ja auch sehr befreundet. Piccoli wirkte im selben Maß sinnlich wie intellektuell, alleine wie er rauchte. Wahnsinnig charismatisch. Und so ruhig. Aber unter der ruhigen Oberfläche spielte sich immer etwas ab. Das war die Spannung. Michel Piccoli wurde vierundneunzig. Au revoir.

18. Mai 2020

Noch ein ganz arg geliebtes Gedicht von einem Lieblingsdichter, Max Dauthendey (1867 - 1918)


Immer Lust an Lust sich hängt


Alle Dinge können sehen. Sag nicht, daß sie blind dastehen.
Sag nicht, daß sie dunkel gehen.

Häuser, Bäume, Wege, Wind, Stühle, Tische, Bett und Spind,
Alle Dinge sehend sind.

Alle Dinge können denken. Nicht nur Stirnen Geist dir schenken, Alle Dinge Geister lenken.

Kleiner Mücken grauer Zug,
Spinnwebfaden leis im Flug; jeder Grashalm denkt genug.

Und es lieben alle Dinge. Wie die Vögel mit Gesinge
Liebt sich alle Welt im Ringe.

Eines hin zum andern drängt,
Jedes seine Lust sich fängt.

Immer Lust an Lust sich hängt.



Max Dauthendey, Lusamgärtlein, 1909

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ich war gerade auch...
08.01.26, 20:54
kid37
Hamburg hat schon...
08.01.26, 20:43
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Margarete 8. Januar...
08.01.26, 18:05
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Wobei ich ja ganz...
02.01.26, 21:36
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Auf in ein hoffentlich...
02.01.26, 21:20
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ANH 2. Januar 2026...
02.01.26, 18:34
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Margarete 1. Januar...
01.01.26, 11:12
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Margarete 31. Dezember...
01.01.26, 10:07
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Da geht eine Ära zu...
29.12.25, 23:53
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Saskia Rutner Ja ja...
29.12.25, 10:23
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Saskia Rutner Das...
28.12.25, 21:33
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Andere interessante...
28.12.25, 14:32
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P.S. Gruß nach Bern...
28.12.25, 14:23

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