14. Februar 2026



Flashback, derweil ich überlege, was ich anziehe. Ich habe nur zwei bis drei Bilder in meinem Repertoire, die man frivol oder kinky nennen könnte, das ist eines davon. Später finde ich mich bei Sevenstar ein, wo mehrere Gäste und mich ein Dinner erwartet.





SCHMUTZIGES HOBBY. Tombola-Lose Viewing Party „Queen of Drags“ 2019, Toy Boy aus gratis Gay-Zeitschrift aus dem Hobby, Acryl, Leinwand, 14., 15., 16., 18., 19., 26., 29. Januar, 25. April, 4., 9., 10. Mai 2020, 50 x 50 cm, Staatl. Museen v. Gaganien. Exhib. "Welcome to Gagania" 2025, Jan., Gr. Galerie Sevenstar.

13. Februar 2026









Teddy für große Mädchen. So ein Barney Geröllheimer-Oberteil provoziert Streichelnwollen, was mir nicht ungenehm war bislang. Es wird vorab stets artig und höflichst gefragt. Ich erlaube dann!

12. Februar 2026



Gerne hätte ich zu diesem letzten Foto der Mützenparade geschrieben: "Hiermit erkläre ich die Fellmützensaison für beendet!". Aber der Berliner Wetterbericht hat noch ein paar Schneefälle in petto, zum Beispiel am 17. Februar. Na ja. War vergangenes Jahr nicht viel anders, nur ist diese winterliche Phase mit richtigem Schnee über Wochen, ja bald Monate, ungewohnt. Erinnere mich genau, wie wir am 14. Februar letztes Jahr auf einem nächtlichen Spaziergang von Sevenstar Richtung Georgia Bar in einem kleinen Grüppchen über Schnee und Eis geschlittert sind und uns aneinander festhielten. Einer rutschte immer und das Festhalten verhinderte, dass jemand hinfiel. Jedenfalls werde ich in diesem Winter kein Foto mehr von DIESER einen Mütze posten!

11. Februar 2026



Mir ist daran gelegen, meine Aussage von gestern "(...) Langmut, Flexibilität, Toleranz habe ich nicht. Fehlanzeige." zu relativieren. Die Feststellung bezog sich auf den von mir gewünschten Komfort, das Gesamtpaket der gastlichen Gegebenheiten von Lokalen, Gaststätten, Clubs, Restaurants, die ich gewillt bin, zu betreten. Nicht auf Religion, Weltanschauung, Geisteshaltung, Herkunft, sexuelle Orientierung und Praktiken und was es noch alles gibt. Ich halte mich sogar in einem Ausmaß für tolerant und liberal, dass es auf gestrengere Zeitgenossen geradezu irritierend wirken könnte. Mich befremdet rein gar nichts. Ich halte alles für möglich und außerdem für organische Entwicklungsstadien. Selektiv und rigoros bin ich nur in meinem privaten Bannkreis, der ist schon eine berghainesk harte Tür. Jenseits: jedem Tierchen sein Pläsierchen.

10. Februar 2026



Meine Kompromissbereitschaft wird auch nicht mehr, stelle ich fest. Immer geiziger mit jeder Stunde verbleibender Lebenszeit in puncto Geselligkeit.

Langmut, Flexibilität, Toleranz habe ich nicht. Fehlanzeige.

Kompromisse erfordernde Eckdaten in Sachen Lokalität, Publikum, Qualität der Bewirtung, Geräuschpegel, Lichtverhältnisse, Sitzgelegenheit ertrage ich nicht.

Unerfreut nehme ich zur Kenntnis, dass es immer mehr Ess-Lokale gibt, in denen sich das Angebot an Sitzmöglichkeiten auf harte Holzbänke ohne Rückenlehne beschränkt. Selbst eine altbackene, gepolsterte Eckbank hätte da mehr Komfort zu bieten.

Vielleicht werde ich langsam so eine grimmige Alte.

Aus gegebenem Anlass habe ich mir neulich mehrere Bildreihen, Fotostrecken von einem bestimmten Format in einem Berliner Club angesehen. Ich will immer gerne mitreden können.

Diese - ich nenne es mal Partyreihe - gilt als beliebt, angeblich zunehmend. Man sieht auf den Fotos leicht bekleidete junge Leute, die ihren Style als kinky bezeichnen. Sophistication spielt keine Rolle, Erotik leider auch nicht. Jedenfalls nicht, was ich darunter verstehe.

Überwiegend wirken die Aufmachungen wie aufreizend gemeinte Faschingskostüme oder Nachahmungen aus dem Beate Uhse-Katalog von 1983. Ich habe das Gefühl, da überhaupt gar nichts zu verpassen.

Die Abgebildeten strecken gerne mal die Zunge raus. Hat man auch noch nie gesehen. Aber ganz kess. Mich überkommt bei dem Anblick eine derartige Langeweile, ich kann es als Schlafmittel empfehlen.

Aber! Die Leute haben Spaß und das ist ja die Hauptsache.

Dazu muss ich noch erwähnen, das ich das Lokal, wo die Fotos entstanden sind, aus eigener Ansicht kenne. Die Inneneinrichtung besteht aus einem uferlosen Durcheinander von Farben und Mustern und Materialien und Nippes, blind zusammengewürfelt und vermutlich nach Preisgünstigkeit ausgewählt.

In der bunt flimmernden Schummerbeleuchtung sieht man das nicht so genau, es ist einfach kein Kriterium. Aber der Laden läuft, ist beliebt und die jungen Leute sind von der Straße!

09. Februar 2026

Vergangene Woche bei Saturn das billigste Notebook gesucht, um es als Musikabspielgerät in meiner Werkstatt zu installieren, nachdem das alte Vaio (wie berichtet) dahingeschieden war. Die Allergünstigsten waren Google Chrome-Books. War mir alles egal, brauche dafür kein prestigeträchtiges Markengerät. Hatte schon den Karton in der Hand, aber Zweifel, ob das Gerät darin identisch wäre mit dem auf der Konsole darüber stehenden Ausstellungsexemplar. War es nicht und der Fachverkäufer, den ich danach fragte, erwähnte zum Glück, dass da ein Google-eigenes Betriebssystem darauf sei, also kein Windows. Darauf hatte ich nun gar keine Lust, mich noch mit irgendeinem neu erfundenen Betriebssystem zu befassen. Dann zeigte er mir ähnlich günstige Notebooks mit Windows. Gab auch eine Rabatt-Aktion, hätte ich aber wieder eine Registrierung vornehmen müssen, zu der ich zu bequem war, hätte auch ein Smartphone erfordert. Ich habe dann den Normalpreis 299 € bezahlt (statt 239). Schon sehr günstig. Nicht mal klein das Dings, kleinere sind durchweg teurer, es ist ein Lenovo IdeaPad Slim 3i, graues Case. Habe dann den Nachmittag über alles so konfiguriert, wie es mir gefällt, obwohl es ja nur Musik abspielen soll (verstärkt über extern angeschlossenen Lautsprecher). Für den Fall der Fälle kanns jetzt alles und auf dem Desktop und Sperrbildschirm ist nur noch schwarzer Hintergrund und mein Logo in dunkelgrau, alle Audio-Ereignisse deaktiviert, Startmenü bereinigt, reduziert auf den Musik-Ordner, Taskleiste linksbündig, Sämtliche Widgets deaktiviert, Firefox eingerichtet, Lesezeichen importiert, auch wenn WLAN im Atelier nicht funktioniert. Manchmal finde ich doch schade, dass ich nicht mal kurz online gehen kann. Diese Scheiß-Vodafon-Home-Spots haben leider keine Hotspot-Funktion, sonst könnte man da mal immer 30 Minuten gratis online. Aber egal. Das Hot-Spot-Netz in der Schierker Str. lässt schon sehr zu wünschen übrig. In den U-Bahnen soll es auch offenes WLAN geben, aber so nah ist die U-Bahn-Halte Hermannstr. nicht. Die einzigen offenen WLANs in der Liste sind immer die von Fernsehgeräten, das bringt aber nix. Wie gesagt, so wichtig ist mir das nicht. Aber Musik! Wobei mir da gerade noch die Idee kommt, ich könnte ja nochmal checken, ob in der Liste der verfügbaren Verbindungen irgend so eine "Sports Bar" vertreten ist, eines dieser Lokale, wo ich niemals freiwillig einen Fuß reinsetzen würde und die ein größeres gastronomisches Geschäftsfeld in der Ecke darstellen. Ich könnte ja ortsunkundige Touristin spielen, eine Cola bestellen und nach dem WLAN-Passwort fragen. Muss ich mich nur noch reintrauen.

08. Februar 2026



Im Frühjahr 2012 gab es offenbar eine große Romy-Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn. In diesem Video, das darauf hinwies, kam auch der Fotograf Robert Lebeck zu Wort, ab Minute 1:11 - mittlerweile ist er auch verstorben, gut zwei Jahre nach diesen Aufnahmen, im Juni 2014, mit 82. Er erzählt in diesem Beitrag recht anrührend von seinen zwar überschaubaren, aber ausgesprochen intensiven Begegnungen mit Romy. Sehenswert.

07. Februar 2026



Ein warmer Gruß an kaltem Wintertag - Alban zum Geburtstag.

06. Februar 2026



So munter ich hier auch in die Kamera gucke, das ist nur eine Momentaufnahme, überhaupt nicht repräsentativ. Winter-Begeisterung habe ich ebensowenig wie Hochsommer-Liebe. Extreme Temperaturen strengen mich an. Wenn es zu heiß ist, ist mein Kopf eine Matschbirne, wie sediert, ich habe auf nichts Lust und bin ständig damit beschäftigt, moderate Innentemperaturen zu organisieren, gehe keinesfalls freiwillig vor die Tür, schon gar nicht in ein öffentliches Freibad, grässliche Vorstellung. In so einem richtigen Winter wie jetzt, ziehe ich wochenlang sowohl in der Wohnung als auch draußen immer mehrere Schichten an, obwohl meine Heizung auf Hochtouren läuft. Auch auf dem Bett habe ich jetzt noch zusätzliche Decken, zum Schlafen ziehe ich nix an, da muss die Wärme von woanders kommen, aber gekipptes Fenster brauch ich zum Schlafen, sonst krieg ich Kopfweh. Einziges Highlight ist, dass ich meine pompösen Fellmützen aufsetzen kann. Das wars dann aber auch! Wie ich eben in einem Kommentar schrieb (aus dem Beitrag eingangs zitierend):

"„es ist, im tiefen winter, alles auf krafterhalt ausgerichtet“
Bringt auch gut mein Empfinden auf den Punkt, dass ich keine überschüssigen Kräfte für Ausgehen und sonstige Aktivitäten, die die warme Wohnung verlassen beinhalten, habe. Schon jeder vorsichtige Schritt über Eis und Schnee kostet Konzentration, die man sonst nie beim Gehen beanspruchen muss. Dann immer die vielen Klamotten an- und wieder ausziehen. Alles dauert länger, frisst Zeit und ist langweilig!"


Außerdem geht es mir auf die Nerven, dass ich mich dauernd entschuldigen muss, weil ich wegen dieser anstrengenden Kälte von gesellschaftlichen Zusammenkünften fernbleibe. Ich bin dann am liebsten allein in meiner warmen Wohnung und ich telefoniere auch überhaupt nicht gerne! Jeder Schritt, jede U-Bahn- oder S-Bahnfahrt, zwischen der wieder eisige und matschige Wege liegen, ist mir zuviel. Ich habe letztes Jahr auch durch die Erfahrung der Ausstellung im Januar beschlossen, dass ich nie mehr in dieser Jahreszeit eine aufwändige Einzelausstellung veranstalten würde. Besucher, die verständlicherweise ihre Mäntel und Funktionsjacken und Mützen und Schals in sämtlichen Ecken auftürmen, versauen damit das Ambiente. Mir fällt keine Galerie ein, die eine extra Garderobe bewirtschaftet. Gibts nur in großen Museen, soweit mir bekannt. Daher könnte ich leider nur im Martin Gropius Bau oder in der Neuen Nationalgalerie oder im Hamburger Bahnhof ausstellen!

06. Februar 2026









Die Spree trägt Eis und Schnee. Ich lange Unterhosen unten drunter. Winter-Gaga heute früh. Gestern in den Sophie-Gips-Höfen hingefallen, da war wie überall neuer Schnee, über glattem Eis, nicht so trittfest wie der Augenschein. Mit beiden Füßen trotz fester Stiefel gleichzeitig nach vorne gerutscht und rücklings in voller Länge in den Schnee geplumpst, nix passiert, aufgestanden und vorsichtig weiter. Heute nur mal kurz ins Trudeln gekommen, diesmal am Ausgang Hackesche Höfe, Richtung S-Bahn Hackescher Markt. Zwar war geschippt und ein bisschen gekehrt, aber nicht komplett weg, der Rest hat einen schönen rutschigen Spiegel gemacht, hab mich aber gefangen. Gut angekommen. Zum Hallosagen bei meinen modeinteressierten, jungen Kolleginnen zwischen Anfang zwanzig und Anfang dreissig, extra Mantel und Mütze angelassen. Juchzt die eine: "Sankt Moritz!" Die andere kichert: "Haha, wie von den Geissens - - wie heißt sie denn, - - " Ich: "Carmen Geiss" (ohne plump wohlfeilen Kalauer "Vor oder nach der OP?"). Um Missverständnissen vorzubeugen: sie fandens cool. Nichts gegen Carmen Geiss, die ist mir nicht unsympathisch mit ihrer bodenständigen Art. Das Herz am rechten Fleck, unaffektiert, kunstsinnig, aufgeschlossen, mitfühlend, tierlieb, frankophil. Insgesamt eher unprätentiös. Wir sind derselbe Jahrgang. Frau Keludowig mag sie auch! (Gruß an Tom und Bill:-))

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Guter Plan :-)
14.02.26, 00:46
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Margarete 12. Februar...
12.02.26, 21:50
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noch1glaswein 12....
12.02.26, 21:34
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Margarete 11. Februar...
12.02.26, 17:07
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Christoph Martius Die...
11.02.26, 15:28
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Margarete 10. Februar...
10.02.26, 21:29
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Christoph Martius Wie...
10.02.26, 13:23
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ANH 8. Februar 2026...
08.02.26, 17:46
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Margarete 5. Februar...
05.02.26, 15:27
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(...)
04.02.26, 15:45
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Saskia Rutner Danke...
04.02.26, 12:11
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Lydia Gebel Hast du...
03.02.26, 12:43
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Ina Weisse Bravo,...
03.02.26, 10:08
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Margarete 2. Februar...
03.02.26, 01:27
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Margarete 31. Januar...
31.01.26, 19:57
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Margarete 30. Januar...
30.01.26, 16:46
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Margarete 29. Januar...
29.01.26, 19:11

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