25. September 2016

Noch ein Sommertag. Balkon. Bilder, Filmsequenzen. Kaum Texte. Ich vermute, es war um die Jahrtausendwende, als ich damit aufhörte, Tagebucheinträge auf Papier zu schreiben. Bis dahin betrieb ich das seit meinem elften Lebensjahr äußerst intensiv. Also gut und gerne fünfunddreissigzwanzig Jahre. Mit einer inhaltlich anderen Intensität, als ich je wagte, Blogeinträge zu verfassen. So nackt und ohne Rücksicht auf Verluste, wie man nur sich selbst etwas erzählen kann. Ich spüre einen Drang, mehr von dieser Qualität zuzulassen, doch das ist öffentlich nicht möglich, ohne Grenzen zu überschreiten, die ich nicht zu überschreiten bereit bin. Also schreibe ich weniger. Aber es gibt auch keine nur für mich bestimmten, privaten Einträge, Das ginge ja auch digital. Eine Datei. Obwohl ich sehr gerne mit der Hand auf Papier schrieb.



Das Dilemma ist, wenn ich mich so hineinschreibe, auch nur für mich, und ich mich an der Intensität des Beschriebenen berausche, empfinde ich Bedauern, dass es privat bleiben sollte. Ich meine der womöglich virtuose Text. Also schreibe ich nichts, behalte alles Ungesagte in mir. Alles Gedachte, Erinnerte, Erträumte, Phantasierte, Verfluchte. Der Dreh wäre, vorgeblich fiktiv zu werden, einen anonymisierten Fortsetzungsroman zu schreiben. Herrje. Unter Pseudonym womöglich. Nein Danke. Oder Songtexte. Ach nein. Wer soll die singen? Ich bestimmt nicht, obwohl ich gerne singe. Jemand anders? Wäre ja noch schöner. Kommt überhaupt nicht in Frage. Ein Dilemma. Idealerweise sorgt man für Lebensverhältnisse und Befindlichkeiten, die jedem 1000-Watt-Scheinwerfer stand halten. Andererseits - so ein makellos präsentierbarer Zustand, was gäbe es da noch zu berichten, was von Interesse ist? Kein Dilemma, keine Selbstzweifel, immer nur die Wahrheit und nichts als eine harmlose Wahrheit? Der Drang nach intensivem Empfinden lockt vermutlich auf innere Wege, die schwieriges Terrain nicht aussparen. Immerhin Meta-Texte lassen sich in aller Unverblümtheit schreiben.

16-09-17 SIR (57)

Scheißdreck. Ich dachte innerhalb der letzten beiden Wochen ungefähr dreimal darüber nach, was ich denn da schreiben würde, nähme ich mir eine private Datei vor, oder ein Blatt Papier. Ich glaube, ich möchte das gar nicht lesen, ich will so manches gar nicht manifestiert wissen. Nicht auch noch in Worten auf Papier. In gewisser Weise hofiert man damit etwas, was nicht in allen Aspekten gefeiert werden muss. Und wenn ich diese Aspekte ausspare, was bleibt? Wahrscheinlich Pornographie. Haha. Kapiert kein Schwein, egal. Denken Sie sich einfach etwas Schönes. Ich tus auch. Mit tropfender roter und schwarzer Zaubertinte in Abertausende Zellen meiner Erinnerung geschrieben.

24. September 2016



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22. September 2016



►watch on youtube

Roughe Aufnahme von Herrn Neukauf mit dem Paternoster, letzten Freitag im Klunkerkranich, inclusive Geplapper und Geklapper. Zu schade für die Schublade. Die vereinzelt zu erahnende zweite Stimme ist keine Halluzination, das bin nur ich.

g a g a
Noch eine Korrektur...
25.09.16, 16:25
g a g a
schöner Verschreiber...
25.09.16, 16:15
g a g a
arboretum
Ich habe dafür...
17.09.16, 20:59
arboretum
Eine S-Bahnlinie In...
17.09.16, 20:56
g a g a
g a g a
Wie aufmerksam......
01.09.16, 21:31
arboretum
Hoch sollen Sie leben!
01.09.16, 12:49
g a g a
Ein Jammer...!
30.08.16, 00:48
arboretum
g a g a
P.S. und jetzt hälte...
29.08.16, 00:15
g a g a
schneck08
Schtimmt nicht. (Bin...
28.08.16, 23:38
g a g a
SAINT ESPRIT
28.08.16, 20:41
g a g a
gesammelte analoge...
28.08.16, 00:32
g a g a
schneck08
Man könnte sich...
22.08.16, 02:02

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