28. Oktober 2012



Hallo, hallo! Da bin ich wieder, leicht verknittert aber munter! Twoday war seit gestern bis gerade eben scheintot, deswegen konnte ich nicht ordnungsgemäß posten und muss nun nacharbeiten. Ich komme ja so schon nicht mehr hinterher. Wenn ich mir vorstelle, das hier wäre von heute auf morgen auf einmal weg, wird mir ganz schlecht! Mein Lebenswerk! Mein Blog! Mein Ein und Alles! Man darf gar nicht daran denken. Heute ist Geburtstagswetter in Berlin, was daran liegt, dass Berlin heute Geburtstag hat, nämlich Siebenhundertfünfundsiebzigsten. Das Wetter hat der liebe Gott aber auch noch für ein Geburtstagskind in Hamburg gemacht, und das Geburtstagskind Berlin hofft, dass die Sonnenstrahlen bis ganz nach oben reichen. Manche meinen ja, Berlin meint, sie wäre die tollste Stadt von allen, was natürlich auch stimmt, aber sie ist auch die großzügigste, nicht nur flächenmäßig und gibt auch gerne ab! Ich schreibe das auch nur, weil ich das Berlin-Geburtstagskind immer in Schutz nehmen will, weil es mir so ans Herz gewachsen ist und ich weiß, dass es halt nicht jedem so ergeht! Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich noch nie einen Berliner getroffen habe, der schlecht über Hamburg spricht, im Gegenteil, da ist schon immer große Sympathie im Spiel. Das kann ich auch für mich sagen. Die Fischköppe sind schon schwer in Ordnung. Zu den Bildchen da oben, na ja! Das ist nun nicht die Aufmachung, in der ich vorhabe, noch öfter in die Öffentlichkeit zu treten. Streng genommen, ist mir das ein bißchen zu Rainer-Langhansmäßig, fehlt nur noch die weiße Hose und die graue Lockenperücke! Ich bin zwar im Herzen ein halber Hippie, aber das muss man ja nicht unbedingt an den Anziehsachen gleich erkennen. Die Hippiezeit ist nun einmal vorbei und heute möchte ich ein bißchen urbaner rüberkommen, schließlich habe ich Repräsentationsverpflichtungen in Sachen Berlin Mitte, da kommt verknittert und Wallawalla nicht so überzeugend. Ja, ich bin zur Selbstkritik fähig, wie man sieht. Sich selber darf man ja nach Herzenslust kritisieren, das ist toll. Bei anderen muss man sich ja immer zurückhalten, man möchte ja keinen Streit! Allerdings habe ich vorgestern in der S-Bahn eine seltsame Selbstwahrnehmung gehabt. Die Tür stand noch ein bißchen offen, es war am Bahnhof Friedrichstraße, kurz bevor sie losfuhr und auf meiner direkten Sichtachse stand eine jung Frau in einem eigentlich ganz guten, stimmigen Outfit, nur die Tasche. Die Tasche sah einfach nicht aus. Zu klein, zu mickrig, zu billig, zu wenig geradlinig. Das wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Die Tasche hat das ganze Outfit kaputt gemacht! Ich überlegte, welche Tasche perfekt gewesen wäre, ich sah sie vor meinem geistigen Auge und musste an Guido Kretschmer denken. Was hätte Guido zu diesem Outfit gesagt? Sicher hätte er mir zugestimmt, wir sind einfach auf derselben Wellenlänge! Ich konnte einfach keine zehn Punkte für das Outfit geben, es gab Punktabzug wegen der Tasche! Mir selber gebe ich für das Outfit da oben "lieb gemeinte" vier Punkte. Das Hemd hat zwar etwas Lässiges und es passt zu meinem Typ, aber die Leinenweste wirkt recht altbacken und gehört nicht mehr in die heutige Zeit! Gaga Nielsen sollte öfter figurbetonte Sachen tragen, unter dem ganzen Theater und Wallawalla kann man gar keine Taille erkennen, daher gebe ich mir Punktabzug für die undefinierte Silhouette. Auch die etwas langweilige Hose ist kein Hingucker. Die Jacke entspricht vom Schnitt nicht mehr dem Zeitgeschmack. Eine Jacke in Schlangenoptik muss knapp sitzen, sonst sieht das einfach nicht aus! Ich gebe vier Punkte, mehr ist leider nicht drin!

27. Oktober 2012




Hat jemand Lust, meine Sachen zu bügeln? Ich fahre jetzt mal schnell dahin, wo ich das - nicht nur an den (wie meistens für mich etwas zu kurz geratenen) Ärmeln leicht verknitterte, dunkelbraune Shirt aus Baumwolle mit Öko-Siegel vom Grabbeltisch für drei Euro mitgenommen habe. Das superhotte Fashion outlet heißt ALDI Nord.

26. Oktober 2012



Heimweg, bißchen weiter oben in der Linien, Linienstraße. Ob das womöglich ein Selbstportrait ist? Ich mag den Ausdruck eigentlich nicht so besonders von dem Jungen, aber nichtsdestoweniger: das Ding rockt. Ziemlich groß das Bild, ziemlich alt das Haus, die alte Hütte, so ein bißchen nach hinten versetzt. Ich fotografiere selten Streetart, wobei es nicht gerade wenig davon gibt. Na, du cooles, kleines Arschloch mit deiner schwarzen Sonnenbrille, ein bißchen arrogant, das passt doch zu mir, wenn ich meine Brille aufhabe. Ich bin immer wieder selber erstaunt, wie unterschiedlich man rüberkommt, wenn man so ein Ding aufhat oder nicht. Es kommt mir vor, als ob so eine Sonnenbrille wie ein Bodyguard wirkt, ich brauche gar keinen neben mir, ich bin mein eigener. Wenn ich mich aus dem Augenwinkel in der Spiegelung einer Scheibe erwische,



sehe ich mich komplett furchtlos. Bin ich auch. Ha! Mir machen so kleine Proleten wie der da keine Angst. Große auch nicht, ich kann, wenn ich will, auch ohne Brille gucken wie Charles Bronson, wenn Blicke töten können! Aber es ist zum Glück so gut wie nie nötig. Wenn ich die Brille dann absetze, sobald ich einen Raum oder die S-Bahn betrete, merke ich oft eine kleine Überraschung in den Gesichtern. Bei Karl Lagerfeld ist das ganz ähnlich, ich weiß, wie weich er ohne Brille guckt. Karl hat einen Blick wie Bambi, ganz zart und warm. Tjaja. So ist das. Ich trage die Brille nicht wegen cool-wie-Sau-aussehen, oder sagen wir: nicht vorrangig, sondern weil mir immer ganz schnell das rechte Auge zu tränen anfängt, sobald es ein bißchen windig oder kälter ist. Es ist meine Wind- und Kälteschutzbrille, streng genommen. Sogar wenn ich die Brille aufhabe, dringt der Wind manchmal seitlich ein bißchen durch, ich habe immer ein Taschentuch griffbereit, meistens habe ich es sogar in der Hand und tupfe dann alle paar Minuten unter Anhebung der Brille ein paar Tränen weg. Wenn ich im Warmen bin ist alles wieder okay. Wenn ich die Brille leicht anhebe, um das Auge zu trocknen, sieht es aus, als ob ich weine und meine Trauer verstecken will. Oh je. Und dann auch noch die vielen schwarzen Anziehsachen. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Lieber lachen! Ich lache gerne. Und viel! Gerade habe ich mich fast kaputtgelacht beim Voice of Germany von gestern gucken, wo der letzte Sänger, der Ältere, der 58-jährige gesagt hat, er geht mit "Chris". Wegen Verwechslung mit Chris Rea. Muss man selber gesehen haben, echt lustig. Ich hab schon wieder keine Lust zu verlinken, aber das ist ja einfach zu finden. Das Gute bei der Voice of Germany-Mediathek ist, dass die kompletten Folgen ohne Zeitbegrenzung drin bleiben, man kann es also ganz in Ruhe angehen - bei Bedarf - mit dem Hinterhergucken. Blogeintrag fertig.

26. Oktober 2012



Nie habe ich einen Grund gesehen, mich mit den religiösen Gefühlen des sehr geschätzten Malers Emil Nolde zu beschäftigen. Auch nicht unbedingt an diesem zweiten April Zweitausendzwölf. Ich wollte viel mehr endlich die Räumlichkeiten sehen, der noch nicht so lange existierenden Berliner Dependance der Nolde Stiftung in der Jägerstraße am Gendarmenmarkt. Am ersten Montag eines Monats ist der Eintrittspreis reduziert. Das kann man alles auf der Seite der Stiftung nachlesen. Es gibt dort keine feste Ausstellung, sondern wechselnde Exponate aus seinem gesamten Lebenswerk. Ich kann mich nicht genau erinnern, ob ich wusste, welches Bild mich dort unter anderen erwarten würde. Ich bin keine Freundin von Jesus-Darstellungen, obgleich ich auf Anweisung des Religionslehrers als Kind einige schöne Bilder vom Jesus-Leben gemalt habe. Für "Jesus geht über's Wasser" hat er mir sogar als Preis - die anderen Kinder durften abstimmen, welches das Schönste ist - eine Muschel aus Papua Neuguinea geschenkt. Die habe ich heute noch. Er hat sie selber mitgebracht, er war nämlich dort, wahrscheinlich um den Heidenkindern die "frohe Botschaft" näherzubringen. Oder aus ethnologischem Interesse. Wahrscheinlich eine Mischung. Er war sehr locker drauf, wir mochten ihn gerne. Locken hatte er, wirre Locken. Aber ich wollte ja über die Ausstellung in der Nolde-Stiftung schreiben. Natürlich ist Fotografieren strengstens verboten, was ich auch fast vollständig berücksichtigt habe. Schade nur, dass ich den neunteiligen Altar mit dem Jesus-Leben nicht abgelichtet habe. Das war so ziemlich das comic-hafteste, was ich je von Nolde gesehen habe. Die Farben ganz frisch und knallig. Schon eher Pop Art als Expressionismus. Man muss sich den Eindruck vorstellen wie von einer riesigen Seite mit neun biographischen Cartoons und in der Mitte der arme Jesus recht groß am Kreuz. Religiös berührt hat mich das nicht, aber ich war durchaus von den Socken. Beinah ungelenk gepinselt wirkte es, wie von Kinderhand, unheimlich naiv. Und unheimlich neu. Als hätte es gerade eben eine begeisterte Kinder-Malklasse fertiggestellt. Warum ich aber so von den Socken war, war nicht nur die unverblümte Malweise, sondern die Erkenntnis, die Tatsache, dass ich vor einem der überlebenden Werke aus der Nazi-Ausstellung von 1937 "Entartete Kunst" stand. Es war nicht nur irgendein Exponat in der anprangernden Bilderschau, sondern das Werk, das im Mittelpunkt der Häme stand. Kein Maler war in der Ausstellung mit so vielen Bildern wie Emil Nolde vertreten. Dass es nicht vernichtet wurde, verwundert mich. Aber auch nur im ersten Moment. Die Nazis wussten durchaus um den Verkaufswert expressionistischer Kunst im Rest der Welt. Albert Speer liebte die Bilder von Nolde und besaß eine bemerkenswerte Gemäldesammlung, in deren Anfängen auch expressionistische Malerei einen Platz fand. Man erfährt davon in seinen Erinnerungen, die ich vor einiger Zeit las. Er war auch nicht der einzige in Hitlers Dunstkreis, der den Wert erkannte, allerdings verständigte man sich, nachdem Hitler definiert hatte, was entartet sei, stillschweigend darauf, bestimmte Werke auch nicht mehr in privaten Räumlichkeiten zu zeigen, zu denen Hitler unter Umständen Zugang hatte. Die Bilder wurden kurzerhand im stillen Kämmerchen gebunkert oder verschachert. Das ging mir durch den Kopf, als ich davor stand. Der Altar scheint in Familienbesitz geblieben zu sein, wenn ich nicht irre. Ich bin immer noch keine Freundin von Jesus-am-Kreuz-Gepinsel, es gab aber auch ein erotisierendes religiöses Bild, irgendeine Frau mit viel Rot und Schwarz und einem feurigen Blick, das mir sehr gefiel (finde ich gerade leider nicht). Dass sich religiöse Gefühle und Erotik ausschließen, hat der liebe Gott ja Gott sei Dank auch nie behauptet. Die übrigen Bilder fand ich eher uninteressant, zum Teil sogar misslungen. Zu plakativ, mitunter plump, uninspirierend. Sehenswert jedoch ist die Ausstellungsarchitektur. Nobel, elegant und großzügig, wie es sich in der Jägerstraße gehört. State of Art.


24. Oktober 2012



Ich bringe demnächst ein Gaga Nielsen-Anziehsachen-Memory-Spiel heraus. Es gibt immer zwei Karten mit denselben Anziehsachen drauf, aber von verschiedenen Tagen und in verschiedenen Posen! Und es gibt mehrere richtige Kombinationen.




Also zum Beispiel, könnte man zwei Karten mit demselben Tuch paaren oder zwei Karten mit derselben weißen Hose, auch wenn das Oberteil anders ist! Der kleinste gemeinsame Nenner zählt. Ich bin noch wahnsinnig unentschieden, ob ich eine Schwarz-Weiß oder Farb-Edition herausbringe. Oder beides. Oder gemixt! Ich denke am authentischsten wäre gemixt, so wie in den Bildstrecken. Jetzt muss ich natürlich noch zur Bank und meinen Business-Plan vorlegen. Sobald ich den Millionen-Kredit habe, kann die Produktion beginnen. Ich weiß nicht genau, ob das auch unter Prokrastinieren fällt, wenn man statt schlafen zu gehen, so einen Schwachsinn ins Internet schreibt, wie ich gerade. ~ Egal !

23. Oktober 2012




Eigentlich viel zu spät zum Bloggen, aber ich musste meinen Sparstrumpf noch raushängen und den kleinen, pinken Sessel dazustellen. Die schönen Koffer sind auch meine. Also gefühlt! Ich war schon lange nicht mehr auf dem Siebzehnten Juni, aber neulich, am ersten April! Zuletzt am - Moment ich muß nachgucken - am 17. Februar 2008. Heute ist allerdings der 23. Oktober 2012. Bitte lassen Sie sich nicht verwirren. Ein bißchen Verwirrung kann das Leben sehr interessant machen! Ich muss es wissen, ich kenne mich da aus. Jetzt aber fluchs in die Federn!


21. Oktober 2012




Ja, meine Lieben, heute ist der erste April. Das ist kein Aprilscherz sondern die Zeitrechnung meiner kleinen Parallelwelt, wie aufmerksame Leser bereits wissen. Wie hat es doch mein Leben bereichert, nicht nur mehr in einem Zeitalter zu leben. Ein bißchen lebt man ja ohnehin auch immer in der Vergangenheit, aber selten so konsequent und lebhaft, dass man auch frische Bilder davon präsentieren könnte. Die Zeitmaschine war als Kind einer meiner absoluten Lieblingsfilme, große Angst hatte ich vor den Morlocks und die blonden Menschen der Zukunft, die "Eloi" waren mir auch irgendwie schwer unheimlich, weil sie alle gleich ausgeschaut haben, wie Barbie und Ken und alle blond. Der Film ist aber auch dauernd gekommen, bestimmt einmal im Jahr und nie habe ich ihn verpasst. Na gut, früher hatten wir ja auch nur drei Programme. Das Erste, das Zweite und das Dritte! Später, ich war ungefähr fünfzehn, habe ich ausgetüftelt, wie ich mit einer großen Antenne, die in meinem Zimmer unter dem Dach war, anstatt auf dem Dach, bei hochdiffizieler Ausrichtung die beiden DDR-Programme empfangen konnte. Da gab es immer am Montag oder Dienstag schicke französische Spielfilme oder sogar eine Reihe mit Filmen von Ingmar Bergman. Vorher habe ich manchmal noch die Nachrichten mitgekriegt, man wollte ja den Anfang vom Film nicht verpassen. Der Empfang war nie so richtig einwandfrei, immer ein bißchen verrauscht und unberechenbar, man fühlte sich ein bißchen, als wäre das Fernsehen gerade erst erfunden worden und noch in den Kinderschuhen, wie kurz nach dem Krieg. Also dem zweiten Weltkrieg meine ich. Ich hatte den ausrangierten, alten großen Schwarzweiß-Fernseher von meinem Opa, der hatte noch ein Holzgehäuse und einen Programmknopf wie bei einer Waschmschine. Ich überlege gerade, warum ich nicht "Oma und Opa" schreibe. Hm. Die Oma war da schon eine Weile tot, deswegen denke ich beim Fernsehschauen mit dem alten Kasten mehr an den Opa. Die Fernsehzeitung hat immer auf dem Wohnzimmertisch gelegen, man war immer auf dem Laufenden. Gong! Mein Opa hat immer den Gong gekauft, meine Eltern die Hörzu. Ich habe beide gelesen und war topinformiert. Nicht so wie heute, wo ich nicht mehr durchblicke. Aber inzwischen bin ich Profi in Sachen Mediatheken im Internet gucken! Ich schaue öfter Sachen auf Vox, aber nie wenn sie gerade kommen, sondern immer als Konserve. Oder auch manchmal RTL. Kommt ganz drauf an! Ich habe manchmal so Phasen, wo mich eine Reihe eine Weile interessiert, und dann von heute auf morgen gar nicht mehr! Das war zum Beispiel bei "Mieten Kaufen Wohnen", da habe ich über einen Zeitraum von ein paar Wochen jeden Tag alles geguckt, man könnte sagen, mit wissenschaftlichem Anspruch! Ich habe sehr viel über Wohnlagen in Deutschland und zeitgemäße Badezimmerausstattung etc. pp. gelernt. Nun ist das Studium beendet und ich habe meinen Maklerschein in der Tasche! Na gut, das ist jetzt ein bißchen gelogen, aber ich könnte bestimmt in den ersten fünf Minuten einer Wohnungspräsentation profimäßig so tun, als ob. Was ich nie verstanden habe, war der ewig gleiche blöde Spruch zum begehbaren Kleiderschrank. "Der Traum einer jeden Frau!" Papperlapapp! Mein Traum überhaupt nicht! Unter keinen Umständen möchte ich einen begehbaren Kleiderschrank, also sprich eine Kammer, in der die Klamotten offen herumhängen. Staubfänger par excellence! Ein Fest für die Kleidermotte! Ohne mich! Außerdem sieht mir das viel zu unaufgeräumt aus. Vor eine Kleiderstange gehört eine Schranktür, die den Staub abhält. Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung, jeder nach seiner Façon! Jedem Tierchen sein Pläsierchen! Apropos Kleiderschrank: aktuell befinde ich mich in den letzten Studiensemestern des Bachelor-Fernstudiums zur Shopping-Queen. Es handelt sich um einen stark verkürzten Studiengang unter der Leitung von Professor Guido Kretschmer. Leider bin ich mit dem Curriculum nicht ganz zufrieden. Die Praktikumsphasen, die vorsehen, dass man sich mit dem Inhalt des Kleiderschranks der Anwärterinnen beschäftigt, langweilen mich doch sehr stark und ich muss den Schieber dann immer ganz schnell nach rechts weiter schieben. Im Grunde widme ich mich diesem Orchideenstudium auch nur wegen der erkenntnisreichen Einlassungen von Professor Kretschmer, alles dazwischen kann man praktisch ersatzlos streichen. Na gut, man muss punktuell schon wissen, worauf sich die fachlichen Analysen von ihm beziehen und das Anschauungsmaterial zumindest querlesen. Aber wie gesagt, ich denke, ich bin in den letzten Zügen und dann muss ich mir wieder einen neuen Studiengang suchen. Lebenslanges Lernen! Da kommt praktisch keiner drum herum!

21. Oktober 2012



In aller Herrgottsfrüh. Und der Kran von David Chipperfield. Ich weiß nicht, warum ich so früh aufgestanden bin. Aber vielleicht bin ich auch nur kurz aus dem Bett geschlüpft und war nur mal kurz auf dem Klo und da habe die blaue Stunde im Küchenfenster entdeckt und mir fix die Kamera geschnappt und dann gleich wieder zurück ins warme Bett. Ja, ich glaube, genauso war es. Ganz bestimmt. Es war nämlich ein Sonntag. Der erste April 2012 war ein Sonntag.



21. Oktober 2012



Gaga Nielsen und ihr Problem.
Berlin, 21. Oktober 2012, 13.05 Uhr

►watch on youtube

20. Oktober 2012






"Im Kino gewesen. Metropolis gesehen. Die restaurierte Fassung wie bei der Premiere 1927. Alle waren mucksmäuschenstill. Hundertfünfzig Minuten lang. Das war toll. Bei "Ende." nach dem letzten Titel "Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein", nachdem sich der Arbeiterrebell und der Herr von Metropolis die Hand gereicht haben, haben alle vor Freude und Begeisterung geklatscht. Und das, obwohl der Regisseur und die Hauptdarsteller nicht anwesend waren! Super. In Metropolis kann man genau sehen, dass Fritz Lang Skype erfunden hat. Der Herr von Metropolis hat nämlich Skype, wenn er telefoniert. Ich habe kein Skype, weil ich nicht so gerne telefoniere. Und auch nicht Leute dabei angucken will. Und auch nicht beim nicht wirklich gesehen werden angeguckt werden will. Aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt muss ich schlafen gehen."

Ja, stimmt, genau. So war das! Manchmal schreibe ich sogar gleich einen Blogeintrag, wenn ich sehr begeistert bin, oder wenn mich etwas sehr beschäftigt. Nur die Fotos kommen halt immer etwas später, aber das ist nicht schlimm oder? Für mich ist es fast schon, als ob ich in einem alten Poesiealbum blättere, irgendwie interessanter als das, was gerade eben war. Man könnte denken, ich war vor zehn Jahren im Kino, dabei ist es gerade mal knapp sieben Monate her. Dem Eintrag von oben habe ich nichts hinzuzufügen, außer eben die nachgelieferten Bildchen. Ich weiß noch, dass ich mir die Kinokarte von meinem kleinen Taschengeld zusammengespart habe. Wenn ich Taschengeld schreibe, wirkt das, als ob ich ein dreizehnjähriger Backfisch bin, merke ich gerade. Ein preisgünstiger Jungbrunnen, auch für das schmale Portemonnaie! Einfach mal ein bißchen schreiben wie früher, wo man auch im Personalausweis jung war. Im Schülerausweis. Im Kinderpass! Okay, ich übertreibe. Das ist nun einmal mein Naturell. Übertreibung ist ein immanenter Charakterbestandteil von Gaga Nielsen, genetisch programmiert! Fritz Lang hat aber auch ganz schön übertrieben! Metropolis ist der beste Beweis dafür - und - hat man es ihm zum Vorwurf gemacht? Ich meine: Nein! Fritz Lang und ich sind praktisch heimliche Zwillinge. So etwas fühlt man einfach, da erübrigt sich der Vaterschaftstest. Heute ist übrigens nicht der 31. März Zweitausendzwölf, sondern der 20. Oktober, nur falls ich Sie jetzt ein wenig durcheinandergebracht habe, mit meinem Blogeintrag. Nicht, dass Sie mir noch schizophren werden! Ich weiß ja selber schon manchmal nicht mehr, ob es jetzt auf den Winter zugeht oder auf den Frühling, wie in meinen humpelnden Fotostrecken. Irgendwie freue ich mich schon darauf, wenn endlich der Frühling kommt, also so richtig, dass man mal ohne Jacke aus dem Haus gehen kann, bald ist es so weit, morgen ist schon der erste April! Also hier, bei mir, in der einzigartigen Zeitschleife, der phantastischen Parallelwelt des ersten deutschen Zeitlupe-Blogs!

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ANH 18. April 2018...
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@kid37 ich gehe...
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kid37
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Bei mir lief Anfang...
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zuckerwattewolkenmond
Ich wundere
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Freut mich übrigens,...
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