22. februar 2007

ob man auch peinliche leser hat, obwohl man sich selber eigentlich schon ganz o.k. findet? manchmal frage ich mich, wer die alle sind. das geht bestimmt nicht nur mir so. ob ich schüchterne leser habe? ich mag schüchterne menschen eigentlich sehr gerne. ich war ja selber sehr schüchtern, als ich noch jung und unschuldig war. schon alleine deswegen.

ich könnte euch jetzt aber keine so richtigen tipps geben, wie man das überwindet. bei mir ist irgendwann der trotz und der eigensinn stärker geworden als alles andere und seit einer weile denke ich mir vor allem, dass das leben ganz schön kurz ist. auf jeden fall zu kurz, um die verwirklichung, das äußern der eigenen vorstellungen und werte für irgendwann mal später, wenn man groß und stark ist, aufzuheben. oder alt und weise. oder graumeliert. das geht alles so furchtbar schnell (vorbei).

irgendwann lade ich euch alle ein, meine lieben. die rechnung geht dann auf mich. ich habe viel bekommen und will euch etwas geben!
40something - 22. Feb, 22:39

Ich bin schon fast graumeliert ;-)

g a g a - 22. Feb, 22:50

graumeliert sowie erfolgreich überwundene schüchternheit ist selbstverständlich kein hinderungsgrund!

ich muß nur noch ein wenig sparen, da zu befürchten ist, dass meine leser ähnliche ansprüche hegen wie ich. das wird teuer - aber ich lasse mich nicht lumpen! in zwei bis drei jahren könnte es bereits so weit sein!

gerne nehme ich heute schon getränkewünsche entgegen! für saoirse werde ich auf jeden fall die eine oder andere flasche dom perignon bereithalten sowie keine einzige flasche baba jaga.

Raducanu - 22. Feb, 23:26

Ui, das sind doch mal Neuigkeiten. Obwohl ich ja für sowas zu schüchtern bin. Oder anders ausgedrückt: die Rampensau in mir (Merkur in Löwe) versteckt sich noch zu oft. ;-)
Anfang Februar weilte ich übrigens für drei Tage in Berlin und wie ich so durch Mitte schlenderte, dachte ich noch, wie interessant es doch wäre, mit Ihnen mal ein Schörlchen zu trinken.

g a g a - 23. Feb, 17:32

das weiß ich doch! mit dem schüchtern. mein merkur-löwe traut sich schon ein bißchen raus. in zwei bis drei jahren kann sich auch bei ihnen eine menge ändern! nur mut!

wenn man sich denkt, dass man mit mir mal was trinken will, ist das ja immerhin schon ein schritt in die richtige richtung! sie müssen es nur noch richtig visualisieren!

bei schorle muss ich leider passen. ich nehme die schorle quasi ohne selters. im februar in mitte. soso. in den gastronomischen führern werden gerne das al contadino sotto le stelle und das olle hackbarths erwähnt. mein adlerhorst ist gegenüber, im haus vom lucky kid.
Raducanu - 23. Feb, 20:46

Wenn ich Schörlchen schreibe, dann meine ich eigentlich nicht Schorle. Das ist bloß eine Variable und alles ist dafür einsetzbar. Aber das konnten Sie nicht wissen. Schörlchen kann man so schön hessisch aussprechen, wissen Sie. Da bietet es sich dem Hessen an, dieses Wort möglichst oft zu gebrauchen: Dringge mer noch en Schörlsche oder was!? Vielleicht bin ich in ein paar Wochen schon wieder in Berlin. Mal sehen, ob ich es schaffe, meine Schüchternheit vorher noch abzulegen.
arboretum - 23. Feb, 22:42

In welcher Ecke Hessen trinkt man denn Schörlchen? In den Weinbaugebieten trinkt man jedenfalls Schoppe.
Raducanu - 24. Feb, 02:44

Schörlchen ist mehr so eine Kreation aus meinem persönlichen Umfeld. Ich hätt genn en Schörlsche un en Päksche Lott, bidde. Auch wenn kein Weinanbaugebiet, so istSchoppe hier im Landkreis LM natürlich auch ein gängiger Begriff.
g a g a - 24. Feb, 11:03

verstehe verstehe. HMÜSSMALHBIERTRINKN

bitte mal eben auf hessisch mit bier(sche?) konjungieren!

und was sagt das rheinland und die pfalz? holstein? friesland? sachsen? österreich? hallo schweiz?

[ päksche lott = "LORD"? (EXTRA? - gibts die noch???)
Raducanu - 24. Feb, 23:12

Bei uns heißt es Bäier. Und ja, Päksche Lott = LORD. Ob es die noch gibt, weiß ich aber nicht.
g a g a - 24. Feb, 23:45

"ob es die noch gibt, weiß ich aber nicht".
wie jetzt? nur ein rhetorischer schlenker?
was kommt denn, wenn sie ihr schörlsche mit dem päksche lott bestellt haben?
Raducanu - 24. Feb, 23:51

In meinem ganzen Leben habe ich noch keine LORD-Kippen geordert. Aber man muss sich doch über die eigene Herkunft ein wenig lustig machen, finde ich. ;-)
g a g a - 24. Feb, 23:56

auf die gefahr hin, dass sie jetzt ein klein wenig enttäuscht sind: ich fand die vorstellung, dass sie allen ernstes lord extra rauchen, einigermaßen sophisticated.
Raducanu - 25. Feb, 00:03

Warum sollte ich enttäuscht sein!? Sophisticated bin ich auch ohne Lord Extra. ;-) Allerdings: wenn ich noch (oder nicht nur im Suff) rauchen würde, fände ich Ernte 23 deutlich sophisticatedter.
g a g a - 25. Feb, 00:23

ernte 23. wahnsinn.

ich predige ja schon seit zwanzig jahren: mich interessiert vorrangig nicht, was jemand ist, sondern, was jemand sein könnte.
Raducanu - 25. Feb, 00:35

Dann werde ich also in vier Wochen drei Jahren, wenn wir ein paar Schörlchen miteinander kippen, ein Schächtelchen Ernte 23 dabei haben. Sofern ich irgendwo noch eins bekommen sollte.
g a g a - 25. Feb, 00:41

wohlan.

(ich rauche dann anstandshalber eine mit, obwohl ich den geschmack furchtbar finde. mein stiefopa pflegte abwechselnd ernte 23 und in notzeiten overstolz zu rauchen. da wir offenbar beide gesellschaftsraucher sind, ist es eh schon wurscht.)
a.m.o.r.e.s - 22. Feb, 23:27

... in zwei, drei Jahren sind einige der graumelierten schon hinüber (weil das alles ja so furchtbar schnell vorbeigeht)... "meine lieben" würden sich aber übrigens bestimmt auch nicht lumpen lassen und gerne was mitbringen, damit die Sparerei nicht gar so lange dauert...

Raducanu - 22. Feb, 23:31

Am Mitbringen solls wirklich nicht scheitern.
g a g a - 23. Feb, 17:43

was sind schon zwei, drei jahre in anbetracht der ewigkeit. freilich muß ich ab sofort den gürtel enger schnallen, um dann, wenn es erst soweit ist, eine möglichst tolle figur abzugeben - aber vor allen dingen möchte ich die wirklich schüchternen leser aus der reserve locken. das braucht alles seine zeit.

wer sich ab jetzt schon mit dem gedanken vertraut machen kann, dass er mich, sagen wir am 1. september 2009 persönlich treffen kann, hat die möglichkeit, sich dem ereignis behutsam anzunähern, bzw. ggf. vorab therapeutische hilfe in anspruch zu nehmen. ich bin da insgesamt sehr optimistisch.

im übrigen auch im im hinblick auf ihre lebenserwartung, herr a.more.s. sie machen mir noch einen recht wackeren eindruck. ein wenig mehr bewegung an der frischen luft, gesunde ernährung und die eine oder andere erbauliche schrift können unterstützend wirken.
RAS - 23. Feb, 19:08

also....moi ist definitv peinlich.

und schüchtern. aber fälschlicherweise schüchtern. denn eigentlich garnicht. widder und so. aber....sobald sich 'erwachsene' (still call em that) sich als nicht allzuerwachsen rausstellen....geht das, mit der schüchternheit.

und dann, wirds peinlich. trötend. vom weltschmerz, via sentimentalität, zur ungebremsten albernheit.

g a g a - 23. Feb, 19:11

na und ich erst.
pathetisch und albern sind wir doch alle.

himmelhochjauchzendzutode
L-9 - 25. Feb, 15:53

Ich bin nicht schüchtern. Nicht mehr.
Aber blondgemesht.

g a g a - 25. Feb, 17:28

blondgemesht ist total okay.
dass du nicht mehr schüchtern bist ist auch total okay!
für die schüchternen ist es ja wichtig, dass sie mal welche treffen, die nicht mehr schüchtern sind.
rollinger - 27. Feb, 14:24

so nicht!

Kann ich natürlich nicht auf mirsitzen lassen was Hr. Aboretum da so sagt.
Natürlich ist die Pfalz das einzige Bundesland wo der Schoppen 0,5 Liter definiert. (ich dachte bis vor kurzem noch, das wäre überall so)
Wir (die Pfälzer) schütten kein Sprudel in den Wein, wir geben dem Wein mit etwas Mineralwasser gerne etwas Spritzigkeit mit.
Aber nur ein viertel Teil Wasser, den eine Rednsart der WInzer sagt "Ned so viel Wasser noimache, Woi hamma, aber des Wasser misse ma kaafe"

Also "nicht so viel Wasser eingießen, den Wein haben wir (umsonst), aber das Wasser müssen wir (dazu)kaufen"

Wer denkt das schmeckt nicht, der kann auch gerne Trollschoppen trinken, da ist das Wasser dann einfach durch Sekt ersetzt. Den Unterschied merkt man kaum. Normalerweise haut es den Zugereisten dann sehr schnell die Füße weg.

g a g a - 27. Feb, 17:54

ich wage mich dann evt. eines schönen tages vor ort mal versuchsweise an den trollschoppen. ich glaube nicht, dass frau arboretum die pfälzischen trinksitten durch den kakao ziehen wollte, lieber herr rollinger. so bierernst ist unser geplauder gerade nicht. es geht hier schließlich um keine lebertransplantation. aber immer schön zu erfahren, welche regionalen sitten und gebräuche überlebt haben. unbedingt weiter pflegen!
arboretum - 27. Feb, 22:39

Pieroth

Huuh, und das nur, weil ich anmerkte, dass die Pfälzer ihren Wein nicht pur, sondern mit Wasser vermischt trinken. Man stelle sich vor, ich hätte daran erinnert, dass die dort auch schon mal ihre Weine mit österreichischen Glykol-Weinen gepanscht haben ...
rollinger - 28. Feb, 09:17

nein, hahaha so ernst sehe ich das nicht. Ich habe nur gerade Verlustängste weil ich in das feindliche BaWü gezogen bin.
Glykolweine sind für die Touris, die trinken doch liebliche Weine. Selbst Schuld.
Guhgeln sie nach "dubbeglas" das ist des Pfälzers Trinkgefäß

Raducanu - 28. Feb, 18:01

Ob der Ausdruck en Dubbe huh wohl daher kommt? ;-)
arboretum - 28. Feb, 20:01

Haha, Herr Rollinger, erwischt! Sie klicken nicht auf Links. In dem Text, den ich weiter oben verlinkt hatte, kam das Dubbeglas doch vor.
rollinger - 1. Mrz, 17:18

oh ich erkannte es nicht als Link ich dachte daswäre das blockquote Format. (Fr. gaga tun sie doch mal was)
Aber dieses Gedicht ist mir natürlich bekannt. Ich kann ihnen mal sehr schöne selbstgemachte Dubbeglas Fotos zukommen lassen.
Schon lange wünsche ich mir soein echtes weil geschliffenes Glas, habe aber nur gezogene. Eine Schande ist das.
Gerne würde ich sie alle auf eine Burg mitnehmen, wo es leckereste Leckereien und Woischorle gibt. Leberknödel und Kraut sind obligatorisch. Quetschkuche und Grumbeersupp natürlich auch.

arboretum - 1. Mrz, 19:10

Zu Burg, Wein und Zwetschgenkuchen ließe ich mich bestimmt überreden, aber mit Kartoffelsuppe kann man mich ziemlich jagen. Ich fürchte, Leberknödel sind auch nicht mein Fall.
g a g a - 2. Mrz, 20:15

nicht müßig, habe ich mich schon mal schlau gemacht! DA IST JA ALLERHAND! aber nur drei oder vier gemäuer mit schänke. sooneck ist recht ansprechend. die frauenburg wäre ganz mein fall, leider ohne wirtschaft! auch frankenstein klingt heimelig.

ich esse alles außer schlimmeaugenwurst.
arboretum - 2. Mrz, 20:41

Sehr praktisch. Aber warum nur fehlt da die Schaumburg? Die hat doch auch einen hübschen Namen. Auf Burg Frankenstein feiern die, glaube ich, immer wilde Halloween-Parties.
g a g a - 2. Mrz, 20:55

schaumburg finde ich nur eine in nrw. auf der verlinkten seite sind doch nur burgen in rheinland-pfalz. und das sind schon ganz schön viele! huiuiui. da muß der fachmann ran.

sofern auf der schaumburg das eine oder andere gläschen gepflegter schaumwein gereicht wird, wäre ich freilich auch dazu zu überreden.
arboretum - 3. Mrz, 00:31

Von der Schaumburg an der Lahn gibt es Dank des dazugehörigen Schlossvereins auch ein paar Bilder anzuschauen. Eine Badewanne, in der man schäumen könnte, wird man dort drinnen aber wahrscheinlich vergeblich suchen, von dem Inventar wurde viel verkauft, irgendwelche Investoren waren in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten usw. usf.

Als kleines Kind war ich einmal mit meinem Vater dort, auf irgendeinem Empfang. Ich erinnere mich noch an sehr viele Erwachsene in dunklen Anzügen, es gab Kuchen - und bestimmt auch Schaumwein. Ich war sehr stolz, dass mein Vater mich mitgenommen hatte, denn ich hatte so gerne wissen wollen, wie es da drinnen aussieht, aber damals kam man normalerweise nicht in die Burg hinein. Dummerweise standen mir die vielen großen Männer aber ziemlich im Weg herum, ich konnte vieles gar nicht so gut sehen. Außerdem musste mein Vater dauernd mit welchen von denen reden, dabei hätte ich doch viel lieber mit ihm die Burg richtig angeguckt.

Eben las ich gerade, dass der vorige Besitzer, Wittekind Adolf Heinrich Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck und Pyrmont, zwei grauenhafte Taufpaten hatte. Was mag das für eine Kindheit und Erziehung gewesen sein in einem Elternhaus, in dem solch ein Geist herrschte.

In der Burg wäre sicherlich auch für alle schüchternen Leser genug Platz, im Gegensatz zu den romantischen Ruinen wäre auch schlechtes Wetter kein Problem. Nur die Bewirtung wäre organisatorisch etwas aufwendiger, aber Sie könnten ja auch eine Bottle-Party feiern.
g a g a - 3. Mrz, 20:22

gefällt mir prima. mit burgkatze! sehr einladend.

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